Siiri Sisask - Presse & CD

Mehr Informationen zu Siiri Sisask finden Sie auch auf der website der Künstlerin: www.siirisisask.com

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Pressestimmen

Ein Song wie ein ganzes Leben - Sommerbühne: Fantastische Matinee mit der Estin Siiri Sisask und ihrer Band Jälg

Nordstadt. Die kleine, zarte Frau mit den dunklen, streng zusammengebundenen Haaren wirkt zerbrechlich - bis sie anfängt zu singen: Mit einer ernormen Wucht füllt ihre Stimme den Innenhof des Schlosses. Sie geht durch Mark und Bein, trifft ins Herz, begeistert und irritiert. Siiri Sisask, die estnische Jazz-Diva und ihre Band Jälg haben bei der Matinee am Sonntag die Internationale Sommerbühne mit Energie geladen.

Es sind Songs, die sich mit den existenziellen Fragen des Lebens beschäftigen. “Spur”, estnisch “Jälg”, heißt nicht nur die Band, sondern auch ihr letztes CD-Projekt. Eine Spurensuche ist auch ihr Konzert, nach einem Auftritt 2008 bei der Sommerbühne schon ihr zweites in Wolfsburg. Siiri Sisask heftet sich auf die Spuren ihres von Tiefen und Höhen durchzogenen Lebens. Es handelt von Liebe, der Natur, menschlichen Grunderfahrungen. Ihre Musiksprache und ihr charismatisches Auftreten überzeugen und begeistern, erzählen so authentisch von dieser Frau, die in ihrer Heimat ein Star und im restlichen Europa längst ein hoch gehandelter Folk-Jazz-Import ist.

Jeder Song schöpft das Spektrum der Dynamik aus. Es gibt die leisen Passagen, die dahingehauchten sanften Töne, die Klangkulisse der Band. Dann kommen die immer gleichen Laute, Wörter und Sätze. Wie Beschwörungsformeln klingt das. Meist steigert es sich mehrfach in einem Lied. Die Musik wird rauschhaft, aggressiv, wild.

Siiri Sisask legt ihre enorme Kraft in die Stimme und rüttelt an den Grundfesten musikalischer Stilrichtungen. Sie lässt sich nicht einordnen. Spricht ihre Sprache und lässt ihre hochklassigen Musiker sprechen. Oliver Portratz (Bass) und Carsten Netz (Klarinette, Saxofon und Klangeffekte) sind deutsch, Alex Huber (Drums) Schweizer Wahl-Berliner, einzig Kristjan Randalu (Piano) stammt wie die Sängerin aus Estland. Randalu hat die Songs fantastisch arrangiert, führt musikalische Regie auch auf der Bühne.

“Das Leben ist Liebe. Alles um uns herum. Das Schloss, auch ich, die Musik und auch ihr”, erklärt Siiri Sisask auf Englisch. Immer wieder Liebe, eine Nacht bei Vollmond, Wolfsgeheul, Spuren im Schnee. Sie strahlt und lächelt und erzählt doch voller Poesie von der Dramatik des Lebens. So intensiv. So gewaltig. Einfach nur schön.

Das Wolfsburger Publikum hat der zarten Estin zugejubelt. Bettina Enßlen, Wolfsburger Nachrichten, 07.06.2010

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....Ihre modulationsfähige Altstimme, mit der sie sich sanft in die Gehörgänge zu schmeicheln vermag, die aber auch Soul-like packend auftrumpfen kann, vor allem aber ihr fesselnder, immer wieder beeindruckender Obertongesang und dieser ganz eigenwillige, nasale Jodel-Gesang. Begonnen hatte Siiri Sisask das Konzert alleine mit einer erstaunenden Demonstration von Obertongesang in einem fremdartigen, archaisch anmutenden “Mongolischen Gebet”. Das Geheimnis dieser Stimme ist der übergangslose Registerwechsel und die absolute Beherrschung der Resonanzräume. Mühelos wechselt die estnische Sängerin in die Kopfresonanzen, um gleich danach mit den Körperresonanzen tiefen Tönen Festigkeit und Stabilität zu geben. W.Epp, Badisches Tagblatt, 03.04.2009

Von heißer Liebe und tiefer Enttäuschung - Estlands Sängerin Siiri Sisask gewinnt das Publikum in der Sonntagsmatinee

Nordstadt. Beifall, Beifall, Zugabe, noch mehr Beifall. Die 300 Zuschauer würden Siiri Sisask auch ihre Stimme geben - aber leider ist die Estin damit schon Abgeordnete des Parlaments in Tallin. So gibt sie am Sonntagvormittag dem Publikum der Sommerbühne ihre Stimme, gewinnt mit Liedern, die jazzig sind, Elemente von Pop und Folklore Estlands, auch anderer Völker der Ostsee aufweisen. Siiri Sisask befindet sich auf musikalischer Spurensuche und nimmt ihr Publikum mit. Nicht immer ganz einfach ist es, den hohen Tönen, oft sogar Obertongesang, zu folgen; doch Siiri Sisask singt so klar, so sauber, voller Gefühl und innerer Anteilnahme, dass sie einfach begeistert. Die an Vokalen reiche estnische Sprache trägt dazu bei. Wie im verwandten Finnisch kann jeder Vokal und Konsonant lang und kurz gesprochen werden, Siiri Sisask nutzt diese Möglichkeiten zu poetischen Liedern, mal dynamisch, mal still - verhalten, mal nebulös, dann wieder trancehaft und sehr gefühlvoll. Kristjan Randalu steht mit ihr am Piano kongenial im Dialog. Claudio Puntin verleiht den Liedern mit dem Saxofon eine eigene Note, bricht in fantastische Soli aus. Meditativ, den Rhythmus haltend und stützend, aber ebenfalls in Soli ausbrechend zupft Antonio Miguel den Kontrabass. Allen steht Schlagzeuger Bodek Janke nicht nach.                                                                                                                                      Es ist Jazz. Es ist Folklore. Es ist Pop aus dem Baltikum, international und doch national gefärbt. So ist “Jälg”, ist diese Spurensuche auch ein Ausdruck des neuen Selbstbewusstseins eines jungen, wieder unabhängigen Landes....                                                                                                                                                                                                                                            Siiri Sisask singt von diesem Land, von ihren Erfahrungen als Filmschauspielerin, als Sängerin auf Fährschiffen und in Clubs und ihren Auftritten im Varieté. Es ist der Weg einer Frau, die heiße Liebe und tiefe Enttäuschung erfahren hat, die aber nie aufgegeben hat. Die 39jährige erhielt für ihre Verdienste um Kinder 2001 die UNICEF - Verdienstmedaille. An diesem Sonntag in Wolfsburg bekam sie stehend Applaus. Zurückhaltend bedankt sie sich. Hans-Adelbert Karweik, Wolfsburger Nachrichten, 16.06.08    

Zwischen Schwermut und Lebensfreude

Rheinberg Auf dem Weg von Freiburg nach Magdeburg und Leipzig machte die estnische Sängerin Siiri Sisask mit ihrer Band Zwischenstation in der Alten Kellnerei. Zum Abschluss der zweiten MAP-Jazz-Reihe bedankte sich Organisator Matthias Goebel für den großen Zuspruch des Publikums, das auch diesmal wieder in großer Zahl erwartungsvoll der außergewöhnlichen Mischung estnischer Lieder mit raffinierten Arrangements zwischen Jazz, Pop und Folk lauschten. Mit einem a cappella gesungenen mongolischen Gebet begann Sisask mal in schwirrendem Obertongesang, mal in nasalen Tönen, die an ein Didgeridoo erinnerten. Dass die estnische Sprache sehr wohl „singbar“ ist, bewies die 39-jährige Künstlerin nicht nur in den Liedern „Surma nimi“ (des Todes Name) und „Kummastav Vaikus“ (die erstaunliche Stille). Fast alle selbstkomponierten Titel ihres Programms „Jälg“ (Spuren) changierten zwischen Schwermut und Lebensfreude, dank ihrer Stimme wurde der Unterschied hörbar.     Ungeheuer kraftvoll                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Mitgerissen waren die Zuhörer von dem ungeheuer kraftvollen Gesang, von der tiefen Innerlichkeit ihres Ausdrucks und der angedeuteten Inhalte. „Durch einen Schleier blicke ich auf die weite Welt“, zitierte die Künstlerin vorab aus dem Lied „Imelikult ilus“ und alsbald wurde die elegische Ballade, in tiefer Tenorlage begonnen, schlagartig zur Rockformation mit eindrucksvoller Sopranstimme und einer Reihe vokaler Kunststücke. Exstatische Glanzleistungen gab es auch von den Begleitern, jeder für sich ein Vollblutmusiker und herausragender Solist. Bodek Janke schöpfte an Schlagzeug und Percussion mal überbordend, mal total diszipliniert aus dem Vollen aller nur denkbaren Möglichkeiten und sorgte ständig für Spannung. Carsten Netz steuerte mit Klarinette und Saxophon lyrische und dramatische Klangfarben bei, und Antonio Miguel sorgte auf dem Bass für eine tragfähige Basis. In Harmonielinien aufgelöst Interessant wie Pianist Kristjan Randalu, seine Blockakkorde mustergültig in feinzieselierte Harmonielinien auflöste und damit seine Virtuosität bewies. Schon immer hatte Siiri Sisask Lust am Komponieren. Den ersten Klaviersong legte sie 1992 vor: „Ma ei maga, ma ei söö“ (Ich schlafe nicht, ich esse nicht), ein Liebeslied, das 1993 zum Hit Nr.1 in Estland wurde. „Jälg“ (Spuren) haben diese faszinierden Künstler aus dem Baltikum beim begeisterten Publikum hinterlassen.                                     RP, Udo Spelleken, 29.01.08

Stars aus dem hohen Norden in Bad Neustadt

„Mit ihrer multikulturellen Band „Jälg“ (Spur), die den selben Namen wie das aktuelle Programm trägt, faszinierte Sisask die Besucher mit dem Ausdruck der interessanten Musik ihres Heimatlandes.... Mit einem tollen Zusammenspiel und perfekten solistischen Einlagen, mit denen die zahlreichen akustischen Instrumente genial in Szene gesetzt wurden, bewiesen „Siiri Sisask & Jälg“, dass sie zurecht zu den meist gefeierten Musikern in Estland gehören. Rhön- und Saalepost, 02.05.07

Aus estnischem Folk ins Jazzige - Ungewöhnlicher Abend mit Siiri Sisask und ihrer Band Jälg

„Seltsam schön“ habe das Stück geheißen, verriet der estnische Pianist Kristjan Randalu nach einem aufwühlenden Hörerlebnis. Spontane, leicht ironische Zustimmung aus dem Publikum: „Ja, das war wirklich seltsam schön“. Aber nicht nur dieser eine Titel, sondern eigentlich der ganze Abend, von dem sich die wenigsten wohl vorher vorgestellt hatten, dass er so sein würde. Die Neugierde auf Musik aus einem recht unbekannten Kulturkreis, aus Estland, hatte nicht allzu viele in den Bildhäuser Hof geführt. Offen für Neues, so waren sie gekommen, und weil sie sich darauf einlassen konnten, waren sie am Ende restlos begeistert und wollten nicht ohne Zugabe gehen. Die aparte Erscheinung der estnischen Sängerin Siiri Sisask zog Blicke und Ohren vom ersten Augenblick in ihren Bann. Mal mit bezauberndem Lächeln und funkelnden Augen nahm sie Kontakt zu ihren Zuhörern auf, aber immer nur für kurze Zeit. Denn dann driftete sie ab, wob sich ein in die philosophisch-balladenhaften Songs mit Inhalten wie “Auf dem brennenden Wind“, „Die erstaunliche Stille“ oder „Des Todes Name“ und hatte nicht selten einen schmerzerfüllten Ausdruck im Gesicht. Ein fremder Reiz ging von der ungewöhnlichen Farbskala ihrer Stimme aus. Das Spektrum reichte von satten Alt-Tönen über effektvolles Hauchen bis hin zu eigenartig archaisch anmutenden Kehllauten, die sie am Ende in temperamentvollem Wechselgesang auch dem Publikum entlockte. Vom Boden der estnischen Folkmusik mit ihrer mollgeprägten, etwas düsteren Grundstimmung schwangen sich die Instrumentalisten zu einer Kunst empor, die sich manchmal in Richtung experimenteller Musik bewegte, überwiegend aber an eine Jazz-Session in einer New Yorker Bar erinnerte. Fantastische Soli in eigener Stilrichtung legten hin Bodek Janke, der ein wahres Percussion-Feuerwerk mit ekstatischen Anwandlungen zündete, Carsten Netz, der nicht nur das typisch jazzige Saxophon beherrschte, sondern auch Klarinette und Querflöte, Antonio Miguel am Kontrabass und Kristjan Randalu, der den Flügel sowohl an der Tastatur als auch im besaiteten Innenleben meisterhaft beherrschte. Ein estnisches Kinderlied gab für sie alle die Richtung vor. „Jedem das Seine“ oder „Jeder nach seiner Fasson“ wäre die deutsche Bedeutung, die wörtliche Übersetzung aber lautet „Jedem sein Instrument“ – und das bis in die letzte Faser von Herz- und Fingerspitzen. Damit hat diese Band mit dem Namen „Jälg“ (zu Deutsch „Spur“) ihrer Intention gemäß gemeinsam mit der großartigen Siiri Sisask in Bad Neustadt eine deutliche Spur hinterlassen. Mainpost, 30.04.07

Eine Stimme aus Estland - DIE SÄNGERIN SIIRI SISASK TRAT MIT BAND IM BUCHCAFÉ AUF - STILISTISCH VIELSEITIG

Bad Hersfeld. Leidenschaftlich und bewegend - so klingt die Musik von Siiri Sisask und Jälg. Eine Mischung aus Jazz, Pop, Folk und Weltmusik hat die fünfköpfige Band zu bieten. Siiri Sisask ist Estin und hat internationale Künstler um sich versammelt. Am Freitag waren sie zum dritten Mal im Bad Hersfelder Buchcafé zu sehen und hören.

Poetische Titel

Die Liedtexte sind auf estnisch und die Klänge eine interessante Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen. Teils sind die Lieder getragen, gefühlvoll, ernst, leidenschaftlich und spirituell, dann wieder lebendig, bewegt bis hin zu aggressiv. Dabei tragen die Stücke ins Deutsche übersetzt Namen wie "Erstaunliche Stille", "Seltsam schön", "Auf dem brennenden Wind", "Jedem sein Instrument" oder "Jälg - Die Spur". Die Band kam sehr gut bei den Besuchern des gut gefüllten Buchcafés an. Schon früh waren Pfiffe und Zurufe zu hören und der Applaus nahm immer mehr zu. Die ausdrucksstarke Sängerin mit ihrer Band fesselte das Publikum. Immer wieder standen die Musiker hoch konzentriert, teils mit geschlossenen Augen auf der Bühne und ließen den Funken überspringen. Der Spaß, den die Künstler beim Musizieren empfanden, war deutlich zu sehen und das Publikum ging mit. So musste die Band auch für eine Zugabe zurück auf die Bühne kommen. Sie spielte das einzige Lied des Abends mit englischem Text, "Golden moment". Dies wurde ihnen mit tosendem Applaus gedankt.

Übersetzungen

Der estnische Pianist Kristjan Randalu, der einen Teil seiner Jugend in Deutschland verbracht hat, führte durch das Programm, lieferte Erklärungen und Übersetzungen der Texte. Aber auch Sirii Sisask las Übersetzungen zu ihrem Gesang vor. Neben den beiden stand der Deutsche Carsten Netz auf der Bühne, der Saxophon, Klarinette und Querflöte spielte und für die Soundtechnik auf der Bühne zuständig war. Der Bassist Antonio Miguel kommt aus Spanien und Bodek Janke, der Schlagzeuger und Perkussionist, hat seine Wurzeln in Polen und Kasachstan. Alle diese Musiker legten immer wieder Soli hin, die von ihrer Weltklasse zeugten. Annika Fiethen, Hersfelder Zeitung, 29.04.2007

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Archaisch und impressionistisch - Siiri Sisask und Band im Bunker Ulmenwall

“... Was die kleine zierliche Frau hier im Bunker von sich zeigt, scheint ihre Herzenssache zu sein. Mit dem warmen Timbre ihrer unvergleichlich ausdrucksstarken Stimme singt sie Balladen voller Leidenschaft, musikalisch umrahmt vom einem impressionistischen Jazz-Fusion-Sound mit Einflüssen nordischer und östlicher Volksmusik. Alle Lieder werden in estnischer Sprache gesungen. Zwischen einzelnen Songs ist Siiri Sisask rührend darum bemüht, auf Englisch zu vermitteln, worum es darin geht. Von Eindrücken und Erfahrungen in der Natur handelt der erste Song, interpretiert im archaischen Gesangsstil der Samen. Carsten Netz haucht dazu einen feinen Luftstrom über seine Querflöte, der sich in feinste Obertöne aufspaltet. Zwischen Schwermut und Lebensfreude changieren fast alle Titel. Ein Spannungsverhältnis, das die zierliche Frau mit ihrer Stimme leidenschaftlich beeindruckend auszudrücken weiß. Den musikalisch größten Einfluss steuert Pianist Kristjan Randalu bei. Als Absolvent der Stuttgarter Musikhochschule geprägt von klassischem Klavierstil eines Liszt, Brahms und dem Impressionismus Debussys, rührend seine Jazz-Einflüsse von Pianisten wie Rainer Brüninghaus und Wolfgang Dauner. Raffiniert, impressionistisch bis minimalistisch, trägt sein Klavierspiel den “Jälg” - Sound. Einfühlsam, mit warm-luftigen Tönen wandelt Carsten Netz auf Flöten, Klarinette und Saxophon überzeugend zwischen Jazz und estnischer Volksmusik. Neben aller technischer Versiertheit ist bei Schlagzeugler Bodek Janke vor allem die Begeisterung hörbar und sichtbar. Bassist Vlad Larkin ist erst seit kurzem bei der Gruppe und schafft mit sonorem Ton das Fundament. Dem Wunsch nach dem Elvis-Song “Love Me Tender”, den ein Besucher während der Pause an Siiri Sisask herantrug, mag sie an diesem Abend nicht erfüllen. Mit westlichen Popklassikern hat sie in ihrer Heimat Erfolg. Aber hier im Bunker ist heute andere Musik angesagt. Als Zugabe singt Sisask noch ein Lied in mongolischer Obertontechnik. Asien ist auch ein Einfluss estnischer Kultur.” Eckard Schönlau, Neue Westfälische, 27.05.06

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Vollkommen überirdisch: Siiri Sisask sorgte für unvergessliche Momente.

„ Es gibt Momente, in denen die Vollkommenheit greifbar scheint. Perfektion des Erlebens. Sonntagabend in der Dreikönigskirche gab es einige solcher Momente: Siiri Siasask und Jälg waren zu Gast in der Reihe „ Musik zwischen den Welten“, und es stimmte einfach alles. Die Atmosphäre in dem sakralen Raum, die nicht einfache Kirchenakustik und diese Musik mit ihrer überirdischen Schönheit. Da wollte man sich kneifen und wusste: Die Schönheit würde bleiben; da überlegte man kurz, welche Drogen dieses Erlebnis noch steigern könnten und kam auf keine. Und genoss weiter. Wissend, dass man Vergleichbares so bald nicht wieder erleben wird.... Bodek Janke wirkt inmitten seines Drum-Sets, als ob die Klänge direkt aus ihm herauskämen. Kristjan Randalu ist Rückgrat und Seele der Formation, er kann unauffällig Halt und Melodie geben, aber auch die unglaublichsten, ergreifendsten Free-Jazz-Linien auf seinem Flügel zaubern. Pascal Niggenkemper schafft es, einzelnen Bass-Tönen ein starkes Gewicht zu geben. Carsten Netz spielt Tenorsaxophon, Klarinette und verschiedene Flöten mit dem Wissen und handwerklichen Können eines Uralt-Jazzers, aber mit der Neugier und dem Mehr-Wollen eines Experimental-Gottes. Und Siiri Sisask? Sie ist die Göttin. Die Göttin vor dem Altar. Im schwarzen Hosenanzug, mit schlicht zusammengebundenen dunklen Haaren steht sie da, ohne Show- und Tanzschritte, wenige Gesten – nur einzelne Hand- und Armbewegungen, natürlich ihr Lächeln. Siiri Sisask Stimme hat hypnotische Qualitäten. Sie ist unwahrscheinlich präsent, mal in einer verrückt machenden Tiefe, mal ergreifend hoch, immer unausweichlich. Auf der Haut spürbare Musik – so fühlt sich Vollkommenheit an. Das ist so nah am Glück, wie es nur geht.“                                                                          Beate Baum, Dresdner Neueste Nachrichten, 10.01.2006

Siiri Sisask und Band „Jälg“ entführen klag-Publikum nach Estland

Von Trauer, Tod und Stille

Gaggenau (epp) – Ihre Musik in ein Genre-Raster einzuordnen fällt schwer, denn vielseitig sind die Einflüsse, die in diesen faszinierenden Liedern hörbar werden. Wahrscheinlich kommt ein Konzertrezensent mit der Beschreibung am nächsten: „Estland meets Weltmusik und Jazz.“ Die Rede ist von der estnischen Sängerin Siiri Sisask und ihrer Band „Jälg“, die am Samstagabend im proppenvollen klag gastierten und mit hierzulande fremdartigen Sequenzen in ungemein reizvollen Arrangements begeisterten. Faszination ergriff die Zuhörer schon beim ersten Lied, einer typisch nordischen Meditation mit dem Titel “Uhkes üksinduses“ – zu deutsch: „In der hohen Einsamkeit“. Sisask begann allein und demonstrierte diverse ungewöhnliche Gesangstechniken. Die Sängerin beherrscht virtuos den Oberton- und eine Art Jodel-Gesang, bei dem die Stimme nach oben umschlägt. Nasale und leiser, sehr hoher Maskenklang, sowie kehlige Laute gehören ebenso zur überraschenden Variabilität. Zumeist schlich sie sich mit tiefen, samtigen Timbre in die Gehörgänge ihrer Zuhörer. Sie sang ausnahmslos in estnischer Sprache, ihre musikalische Gestaltung und ihr Minenspiel aber ließen erahnen, was ihre Texte ausdrückten: Einsamkeit, Abschied, Trauer und Tod, Stille sind ihre Themen und man spürt, dass die stets mitschwingende Wehmut, die auch zu einem massiven, anklagenden Aufbäumen werden kann, etwas mit ihrer Herkunft und ihrer Heimat zu tun hat. Der Ausnahme-Pianist und Arrangeur Kristjan Randalu ist ebenso wie die Sängerin in Tallin geboren. Er versteht es, die von nordosteuropäischer Folklore beeinflusste Weltmusik mit zeitgenössischem Jazz zu verbinden. Unsichtbar, aber spürbar hält er bei den Interpretationen die Fäden von „Jälg“ (die Spur) in der Hand. „Jälg“, das sind neben Randalu der Klarinettist, Tenorsaxofonist und Flötist Carsten Netz, Pascal Niggenkemper (Kontrabass) und Bodek Janke (Schlagzeug und Perkussion) – alles Musiker, die sich spürbar mit dem Projekt „Jälg“ identifizieren. Ideenreich und mit fesselnder Lust am Experiment, dadurch den Interpretationen stets Spontancharakter gebend, unterstreichen die Vollblüter die Lieder von Siiri Sisask ungemein wirkungsvoll. Das alle vier Musiker ausgemachte Jazzer sind, wurde immer wieder deutlich, wenn sie zu ausgedehnten Improvisationsausflügen und zu packenden Klangexperimenten unter dosierter Nutzung der elektronischen Möglichkeiten von der Leine gelassen wurden. Das Können der instrumentalen Vollblüter kam in besonderer Weise in fantastischen Soli zum Ausdruck. Auf dem Saxofon glänzte Carsten Netz in „Meine Wahrheit“ oder mit furioser Improvisation in dem temperamentvollen „Ich schlafe nicht, ich esse nicht“, in dem Kristjan Randalu seine Mitstreiter zu einer packenden Kollektivimprovisation mitriss. Niggenkemper brillierte auf dem Kontrabass in der Ballade vom brennenden Wind. Mit vielen Solopassagen begeisterte Janke, wenn er mit bloßen Händen oder diversen Schlegeln über die Felle und die Becken tobte oder mit seinen Perkussionsinstrumenten geheimnisvolle Klangerlebnisse zelebrierte. In einer zweiten Zugabe begeisterte Siiri Sisask, als sie, ganz allein auf der Bühne, mit einem Gebet in mongolischer Sprache, vor allem den Oberton zelebrierte. Dieses Konzert wird noch lange in Erinnerung bleiben. Badisches Tagblatt, 09.01.06

Außergewöhnliche Mischung

Deutsch-estnisches Projekt Jälg gab ein Konzert im Jubez

Wenn Künstler sich der Einordnung in bestimmte Kategorien oder Genres entziehen, muss man als Zuhörer gewohnte Raster ablegen. Als nun das Projekt “Jälg” bei einer Gemeinschaftsveranstaltung von Jubez und Jazzclub auftrat, gab es nach den ersten Titeln bei Jazzpuristen hochgezogene Augenbrauen: Das sei doch wohl kein Jazz, war zu vernehmen. Doch wer sich auf die eigenen Ohren verließ, konnte eine außergewöhnliche musikalische Mischung wahrnehmen. Der Untertitel sagt eigentlich schon, was die Sängerin Siiri Sisask und der Wahlkarlsruher Kristjan Randalu am Klavier anvisierten: “Estland meets Worldmusic and Jazz.” Im Klartext: Lieder, vorwiegend auf Estnisch gesungen, mit raffinierten Arrangements zwischen Jazz und Pop. Für den Jazz-Faktor war hauptsächlich die Band zuständig. Während bei Kristjan Randalu, auch wenn er seine Blockakkorde mustergültig in feinziselierte Harmonielinien auflöst und seine Virtuosität beweist, die klassische Ausbildung durchklingt, sind die anderen drei hervorragenden Musiker - Carsten Netz (Saxofon, Klarinette), Pascal Niggenkemper (Kontrabass) und der Schlagzeuger Bodek Janke - eindeutig dem Jazzlager zuzurechnen. Siiri Sisask überzeugt mit charmanten englischen Ansagen ebenso wie mit ihrer Bühnenpräsenz und einer ausdruckstarken Stimme. Fast alle Titel changieren zwischen Schwermut und Lebensfreude, und Sisasks Stimme sorgt dafür, dass dieses Spannungsverhältnis hörbar wird. Dafür gab es zu Recht viel Beifall - und am Ende waren sogar einige anfängliche Skeptiker bekehrt. hgk, Badische Neueste Nachrichten, 18.01.05

KONZERT / Die Estin Siiri Sisask mit Kristjan Randalu und Band zum Neujahrskonzert in Schloss Honhardt

Mit Gänsehaut der Innerlichkeit auf der Spur

Estland ist nicht nur in Europa angekommen, sondern ganz konkret auch in der Region. Die in ihrer Heimat außerordentlich populäre Sängerin Siiri Sisask, die auch Abgeordnete im Nationalparlament ist, war mit ihren Begleitern für einen Auftritt der Sonderklasse nach dem zwischen Ellwangen und Crailsheim liegenden Schloss Honhardt gekommen.

Estland, das nordöstlichste der drei Baltenländer, seit Mai vergangenen Jahres im Zuge der Osterweiterung EU-Mitglied, kann sich dazu beglückwünschen, Kulturbotschafter vom Range einer Siiri Sisask und eines Kristjan Randalu (Piano) zu haben. Letzterer hat zwar in Deutschland und England studiert und vervollkommnet sich als vielfach ausgezeichneter klassischer und Jazzpianist derzeit in New York, bleibt aber wie die ebenso ausdrucks- wie stimmstarke Kollegin seiner Heimat weiterhin verbunden. "Jälg" heißt ihr musikalisches Projekt , zu deutsch "die Spur". Wer auf Spurensuche mit der international besetzten Gruppe gehen will, zu der neben dem aus Polen gebürtigen Schlagzeuger Janke die beiden Deutschen Carsten Netz (Klarinette und Saxophon) sowie Pascal Niggenkemper (Kontrabass) gehören, muss sich den Wegweisern vertrauensvoll hingeben. Denn selbst wer mutmaßt, dass Kristjan Randalu seinen Mitstreitern "üks, kaks, kolm, neli" vorgezählt haben mag und sein Vokabular aus gegebenem Anlass um das erwähnte "jälg" erweitert, findet abgesehen davon im Estnischen keinerlei Anhaltspunkte fürs Verstehen. Umso mehr in dieser Weltsprache der Musik.
Mitgerissen waren die Zuhörer von Siiri Sisasks ungeheuer kraftvollem, aber nie auf reine Prachtentfaltung ausgelegtem Gesang, von der tiefen Innerlichkeit ihres Ausdrucks und der angedeuteten Inhalte, ebenso von dem Ausnahmepianisten Kristjan Randalu. Bodek Janke schöpfte an Schlagzeug und Percussion mal überbordend, mal total diszipliniert aus dem Vollen aller nur denkbaren Möglichkeiten. Carsten Netz steuerte mit Klarinette und Saxophon lyrische Klangfarben bei, und Pascal Niggenkemper sorgte auf dem Bass für eine tragfähige Basis. Einsamkeit und Tod, die kostbare Stille und die goldenen Momente jeder einzelnen Existenz feierten in einem dauernden Grenzgang zwischen Jazz , Pop, Folk und Weltmusik in wunderbar Gänsehaut verursachender Weise ein lyrisches Fest ganz besonderer Art. Ein Erlebnis, das die Freude über das vereinigte Europa weiter wachsen lässt.
Sonja Jaser, Schwäbische Post, 17. Januar 2005

Weltmusik aus Estland: Siiri Sisask und ihre Gruppe in den Ansbacher Kammerspielen

Jenseits aller gängigen Stile - Musik zwischen Jazz und Ethno-Experiment - Songs über einen langen inneren Weg

Ansbach - Wir wundern uns immer noch. Obwohl der Eiserne Vorhang längst gefallen ist und die Staaten des Baltikums inzwischen sogar in der großen EU - Familie aufgenommen wurden, macht so manches, was aus dieser einstigen Terra incognita in den Westen kommt, nach wie vor staunen. Etwa das estnische Projekt “Jälg”, das in den Ansbacher Kammerspielen so manches Hörmuster kurzerhand auf den Kopf stellte. Pendelt doch die Leadsängerin und Komponistin Siiri Sisask mit ihrer Gruppe - der Pianist Kristjan Randalu, der Saxofonist Carsten Netz, Pascal Niggenkemper am Bass und Bodek Janke am Schlagzeug - permanent zwischen Jazz und Ethno-Experiment, zwischen Blue Notes und schwirrendem Obertongesang, zwischen Folklore in Anführungszeichen und Sphärenmusik, die von Jan Gabarek oder Esbjörn Svensson ausgeliehen sein könnte. Siiri Sisasks Songs drehen sich um Einsamkeit und Stille, um Abschied und Tod und lassen ahnen, wie anders das Lebensgefühl in Estland sein muss, wenn Musiker solche Themen auf ihre Agenda setzen. Für das Anders-Sein spricht auch die meist ziemlich unvorhersehbare Umsetzung: Da kann eine elegische Ballade, für die Siiri Sisask mal eben in die tiefe Tenorlage hinunter steigt, schlagartig in eine druckvolle Hochgeschwindigkeitsnummer “umkippen”, in der die Sängerin eine Reihe vokaler Kunststücke vollführt, wie man sie nur mit einer Vier-Oktaven-Stimme bewältigen kann - bis hinab in röchelnde Tiefen, die an mongolischen Kehlkopfgesang erinnern. Spielt der irritierte Hörer, um überhaupt so etwas wie eine Einordnung vornehmen zu können, das alte Spiel “klingt wie...”, dann landet er schnell bei Vergleichsmaßstäben, die mit Jazz nur noch herzlich wenig zu tun haben. Beispielsweise bei der samischen (lappischen) Traditionswahrerin Mari Boine. Oder bei den (in einen völlig anderen Kulturkreis gehörigen) “bulgarischen Stimmen”. Letztendlich kann es sich dabei immer nur um Hilfskonstruktionen handeln, verzweifelte Versuche, das furiose und in sich völlig stimmige “Jälg” - Patchwork mit bisherigen Hörerfahrungen in eine einigermaßen passende Korrelation zu bringen. Denn diese Verknüpfung weit entfernter Fadenenden, abgelegenster Stile ist neu und einzigartig. Und macht der Band auf der Bühne mindestens so viel Spaß, wie dem Publikum. Wie eine Achterbahnfahrt, bei der spätestens beim dritten Looping alles glücklich schreit. Bitte bald wieder!        Hans von Draminski, Nürnberger Nachrichten, 14.01.05

“Mit Siiri Sisask ist einer der faszinierendsten und beliebtesten Stars der estnischen Musikszene zu Gast beim Festival. Keiner bestimmten musikalischen Stilrichtung zuzuordnen, macht sie Abstecher in die Welt des Jazz und der Weltmusik; immer aufs Neue überrascht sie ihr Publikum mit ihren eigenwilligen Interpretationen bekannter Jazz-Standards....                                                                   Oberbadisches Volksblatt 21.07.2004 - Vorankündigung Konzert Stimmenfestival Lörrach

“... nach diesem lyrischen Anfang wurde es dann auch bald dunkler, damit auch stimmungsvoller, und beim Auftritt der estnischen Sängerin Siiri Sisask auch poppiger. Schon wie sie auftrat, war sehenswert, mit einem hautengen schwarzweißen Catsuit, in dem sie sich schlangengleich bewegte. Vom ersten Stück an war die Band mit auf der Bühne. Zu hören gab es Kompositionen von ihrer jüngsten CD “Jälg”, die sie in Estland vor einiger Zeit aufgenommen haben. Kompositionen, die Siiri Sisask selber geschrieben hat, poemartige Lieder mit poetischen Texten, wie “entlang dem brennenden Wind”. Auch diese Musikkultur aus einem der neuen EU-Länder kennt man hierzulande wenig, wie so vieles aus den baltischen Ländern. “Spuren” war das Motto eines Titels, das ist doch treffend, Spurensuche auch im Bereich der weltmusikalischen Stile. Sisasks Songs haben Jazzfeeling, pendeln zwischen Pop- und Folksongs, sind mal esoterisch, trancehaft, nebulös. Wenn sie im gleißend gelben Bühnenlicht den “Golden Moment” im Leben besingt, dann ist das schon eine weltentrückte Botschaft. Ihre Instrumentalbegleiter arbeiten teils mit Naturinstrumenten, aber es gibt auch kraftvolle, jazzig-improvisatorisch ausgreifende Instrumental-Sets. Der estländische Pianist Kristjan Randalu gefällt mit einem eher minimalistischen Klavierspiel, Saxofonist Carsten Netz und Bassist Uwe Lange weben mehr die meditativen Klangteppiche. Beim stimmungsvollen Schluss blitzt es zwar schon am Horizont, aber das Gewitter entlädt sich glücklicherweise erst in der Nacht und die ausgeteilten Regenponchos bleiben eingepackt. Jürgen Scharf, Südkurier, 28.07.04

“... Randalu faszinierte durch seine atemberaubende Vielseitigkeit und seine ständigen Wechsel zwischen lyrisch- zurückhaltender Begleitung, aggressiv-phrasierender Akzentsetzung und jazzigen Soli....” Badische Zeitung, 23.07.04

Die mystische Stimme aus Estland -“Jälg” mit der estnischen Rocksängerin Siiri Sisask und Kristjan Randalu

Mancher Karlsruher Rockfreund erinnert sich: Die Estin Siiri Sisask ist hier zu lande nicht unbekannt, vor Jahren gab sie Kostproben ihres Temperaments beim Grötzinger Hoftheater, und mit dem Gitarristen Boris Björn Bagger spielt sie eine fabelhafte Rock-CD ein: “1st acoustic graffiti”, eine Ohrwurmparade par excellence. In ihrer Heimat Estland ist sie denn auch ein Star, auf den Hitlisten der dortigen Popmusikszene immer ganz oben.Vielen der dauerhaften Verbindungen zwischen Karsruhe und Estland verdankt nun eine weitere CD ihre Entstehung. Kristjan Randalu, wie sein Vater Kalle ein außergewöhnlicher Pianist und seit Jahren in Karlsruhe ansässig, hat die estnische Rocklady hier kennen gelernt und ist später, beim internationalen Festival “Jazzkaar 2001”, mit ihr in Tallinn aufgetreten. Die drei Konzerte waren ein Riesenerfolg, verbunden mit einer Rundfunkaufnahme. Eine weitere Frucht ihrer musikalischen Kooperation ist nun die CD “Jälg”. Das estnische Wort bedeutet Bein, Fuß, aber auch Spur, und so darf sich der Hörer auf die Spurensuche einer faszinierenden Stimme begeben (zu haben ist die CD unter der Nummer TZ 001 im einschlägigen Karlruher Musikalienhandel oder unter der web-Adresse: www.randalu.com). Siiri Sisask singt, komponiert, malt und ist eine eindrucksvolle Schauspielerin. Vieles davon hat sie sich autodidaktisch beigebracht, und umso mehr ist die musikalischje Energie und Vielseitigkeit dieses Multitalents zu bestaunen. Gleich drei Nummern der CD hat sie selbst komponiert und getextet, ihr Hit “Ma ei maga, ma ei söö” (Ich schlafe nicht, ich esse nicht), schon in der 1st-acoustic-graffiti-Version ein Volltreffer, tönt hier einmal ganz anders: zart, bizarr und geheimnisvoll im Spiegel ihrer Begleiter. Mit dem Bassisten Uwe Lange und dem Saxofonisten Carsten Netz bildet Kristjan Randalu eine geradezu mystische Jazzformation, die subtiler musikalischer Intimität lieber huldigt als dem bloßen Effekt. Das gilt für alle der spannenden sechs Nummern zwischen ”Hoher Einsamkeit” und “Jeder nach seiner Fasson”. Badische Neueste Nachrichten, 31.01.03

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CD teine jälg

Die CD “teine jälg” ist beim Label “finetone” erschienen.

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