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Scheinbar mühelos zu Höchstleistungen
Sommer-Musikwelten mit außerordentlicher Geigenvirtuosin und afrikanischen Liedermachern
LICH (kjf). Das Publikum war sofort völlig in ihren Bann geschlagen, als die schwarz gekleideten Frau ihre Geige ans Kinn legte, ihre Finger auf den Saiten tanzen ließ und ihren Geigenbogen in einen Zauberstab verwandelte:
Lisa Kanchukh beherrscht ihr Instrument unglaublich virtuos. Souverän spielt sie die schwierigsten Klangfiguren und lächelt dabei ins Publikum, ohne einen Blick auf das Griffbrett zu werfen. Scheinbar mühelos vollbringt sie
Höchstleistungen an ihrem Instrument. Dabei ist Lisa Kanchukh umgeben von drei durchaus ebenbürtigen Mitmusikern. Manfred König nimmt die Geigenmotive mit der Gitarre auf und variiert sie brillant, Bernd Gesell lässt seinen
Kontrabass nicht nur einen sicheren Teppich für die Virtuosen auslegen, sondern zeigt mit kleinen Soli, dass in der "dicken Else" auch ein beeindruckendes Soloinstrument steckt. Perkussionist Gerald Mertens macht aus
seinem arabischen Tamburin ein vollwertiges Schlagzeug, lässt Kinderrasseln zu Orchesterinstrumenten mutieren, als wolle er den alten Spruch beweisen `ein guter Schlagzeuger braucht kein Instrument. Wieder einmal war die
Licher Bezalel-Synagoge Schauplatz eines der spannendsten Musikfestivals, das die Region zu bieten hat. Zu den zweiten Sommer-Musikwelten war mit der jüdischen Russin Lisa Kanchukh ein Weltmusikstar angereist, der noch gänzlich
unbekannt ist. Armenischer Musik hat sich die Musikerin angenommen, Melodien mit einem unwiderstehlichen Charme und einer tiefen Melancholie. Zusammen mit ihren drei Freunden erzeugt sie einen Klang, der zwischen Orient und
Okzident changiert und dem das Ensemble einen leicht jazzigen Touch gibt. Atemberaubend schnell, dass es die Zuschauer fast von den Sitzen reißt, oder verträumt und langsam voll unendlicher Traurigkeit sind die Stücke. (Gießener Anzeiger, 23.09.08)
Zum Festivalabschluss Klänge aus Armenien und Afrika
Lich - Mit zwei
recht unterschiedlichen Konzerten ging am Wochenende das Festival »Sommer-Musik-Welten« im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge zu Ende. Am Freitag präsentierte zunächst die armenische Violinistin Lisa Kanchukh, verstärkt durch den
Gitarristen Manfred König, den Kontrabassisten Bernd Gesell und den Perkussionisten Gerald Mertens, Musik ihres Heimatlandes in stimmungsvollen Arrangements. Der traditionelle Tanz zu Beginn wurde mit einer meditativen, in
engen Intervallen geführten Violinmelodie eröffnet, dann traten die anderen Instrumente hinzu. Im weiteren Verlauf wurde die Musik virtuos schnell. Ganz anders das folgende, besinnlich ruhige Stück, in dem neben der Geige auch
die Gitarre und der Kontrabass solistisch hervortraten. Als recht lebhaft erwies sich ein Potpourri aus armenischen Melodien; das 2006 gegründete »KaroVan«-Quartett interpretierte es temperamentvoll, mit farbigem und
transparentem Klangbild. Ebenso hörenswert ein langsames Stück mit nachdenklicher Violinmelodie über einem Kontrabass-Bordun. Leichte Melancholie erfüllte den Saal im Liebeslied »Ich muss auf den Weg«, während ein Tango
ausgelassene Tanzatmosphäre herüberbrachte und dank agogisch flexibler Musizierweise spannungsreich geriet. Nach der Pause meisterte der Perkussionist bei einem Stück mit orientalischen Einflüssen auf dem Tamburin scheinbar
mühelos die dichten, dynamisch fein nuancierten Rhythmen. Heimatsehnsucht brachte das düstere armenische Leidenslied »Dle Yaman« zum Ausdruck. In einer weiteren traditionellen Komposition zog die ausschweifende Violinmelodie in
den Bann. Der Schluss des Programms schlug den Bogen zum Anfang zurück: Das Ensemble brachte wiederum einen schnellen Tanz zu Gehör. Lang anhaltendem Beifall des leider nicht sehr zahlreichen Publikums folgten zwei Zugaben. (Gießener Allgemeine, 21.09.08)
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Mit Lisas Geige nach Armenien
Musik der Gruppe KaroVan verwandelte Bildhäuser Hof
Wie weit das Reich der Töne von den Möglichkeiten der Sprache entfernt ist, das machte dieses Konzert
schmerzlicher bewusst als vieles andere Gehörte. Denn welche Worte können rüberbringen, wovon der Bildhäuser Hof erfüllt war?
Vor allem von einer jungen, schlicht gekleideten Frau, deren Name eigentlich
niemandem etwas sagte, der sich aber ins Gedächtnis eingegraben hat in dem Moment, in dem sie ihre Geige ans Kinn legte, ihre Finger auf den Saiten tanzen ließ und den Bogen in einen Zauberstab verwandelte: Lisa Kanchukh.
Unglaublich virtuos beherrscht sie ihr Instrument, sie braucht keine einzige Note, alles hat sie verinnerlicht. So ist sie souverän genug, dass sie bei den allergrößten technischen Anforderungen - vom Flageolett übers Tremolo
bis hin zu überwältigenden zweistimmigen Passagen - den Blick hebt und dem Publikum ein strahlendes Lächeln schenkt. Alles an ihr wirkt leicht und spielerisch, und dabei vollbringt sie absolute Höchstleistungen. Was sie spielt?
Armenische Musik, von der sie hier in Deutschland “seltsamer” Weise nicht losgekommen ist. Als sie in Rostow am Don am Konservatorium studierte, gehörte sie zu einigen armenischen Ensembles und nahm tief in ihrer Seele auf, was
die Melodien mit ihrem schmelzenden Charme, ihrem Hauch von Melancholie zu sagen haben. Sie selbst ist jüdische Russin und lebt heute in Freiburg. Unglaublich viel Gefühl vermag sie in die zarten Liebeslieder mit ihrer Melodik
zu legen, die leicht orientalisch anmutet, für europäische Ohren aber trotzdem nicht zu fremd klingt. Aber ihr Herz geht ganz und gar auf, wenn das Tempo atemberaubend wird bei schnellen Tänzen, mal ein wenig nach Zigeunerart,
mal in bezwingend-freuriger Weise kaukasischer Stämme, mal beim Tango, den es in Armenien auch gibt. Dann ist sie in ihrem Element, ihre Kunst scheint entfesselt. Bei aller eigenen Brillanz nimmt sie ihren Mitspielern nicht den
Atem, sondern lässt ihnen auch Raum, die individuellen Stärken zu entfalten. Motive und Mimik ergänzen sich naturgemäß besonders gut mit der Gitarre von Manfred König. Bernd Gesell gibt auf seinem Kontrabass mit seinem Continuo
einen starken, unumstößlichen Rückhalt und Gerald Mertens unternimmt mit seinem arabischen Tamburin einen Solo-Ausflug, der nicht hals-, sondern fingerbrecherisch scheint. All das Gesagte reicht nicht aus, weil es den
unvergleichlichen Klang der Instrumente von Lisa & friends nicht vergegenwärtigen kann. Nur ein Tipp: Wenn irgendwo der Name der Gruppe fällt - KaroVan, in Anlehnung an den armenischen Komponisten Karo-, lohnt es sich,
aufzuhorchen und zuzuhören. (Mainpost, K. Nerche-Wolf, 07.11.07)
Mit Lisa Kanchukh ins unbekannte Armenien
“KaroVan” begeistern im Bildhäuser Hof - Einzigartige Stilmischung aus Liebesliedern und Tänzen
“Wir wollen immer wieder seit den Anfängen der Kleinkunstbühne vor zwölf Jahren Musik aus aller Welt
hierher in unser kleines Städtchen holen”, eröffnete Dr.Hans Baigger, Leiter der Vhs, den musikalischen Samstagabend im Bildhäuser Hof. Diesmal empfing er mit der städtischen Kulturarbeit das Quartett “KaroVan - Lisa Kanchukh
and friends”, worüber er sich besonders freue. Sie boten den zahlreichen Besuchern einen Ausflug in die unbekannte Weite der armenischen Volksmusik.
Eine Mischung aus Liebesliedern und traditionellen Tänzen sollte die Besucher der Kleinkunstbühne erwarten. Den Anfang des Konzertes
gestaltete die russische Künstlerin Lisa Kanchukh, Kopf der Band. Zwar ist die junge Interpretin in Russland geboren, kehrt aber in der Musik wieder zurück zu ihren armenischen Wurzeln. Sie begann mit einem Solo auf ihrem
Instrument, der Geige, und lud ihre Zuhörer ein, mit ihr auf eine Reise an den äußersten Osten Europas zu gehen. Nach und nach mischten sich auch die Instrumente ihrer Mitstreiter unter die weichen, noch ungewohnten Klänge der
“armenischen” Geige, die zusammen mit Tamburin, Gitarre und Kontrabass einen Einblick in die faszinierende Welt der armenischen Volksmusik gewährten. Immer wieder wechselten das Repertoire der Musiker zwischen langsamen,
gefühlvollen Balladen und schnellen, frohen Tänzen. In dieser Musik gingen die vier Virtuosen auf. Ihre Leidenschaft für die armenische Volksmusik trat vor allem bei den immer wiederkehrenden Soli hervor. Insbesondere Lisa
Kanchukh wird in ihrer Virtuosität eins mit ihrem Instrument. Mit einer unbeschwerten Leichtigkeit und einer innigen Liebe zu ihrem Instrument meisterte sie selbst die schwersten Passagen auf ihrer Violine. Erst seit zwei
Jahren besteht diese außergewöhnliche Musikerkombination. Auf einem Musikfestival bei Kassel trafen sich “KaroVan”. Lisa Kanchukh, die am Konservatorium in Rostow am Don klassische Geige studierte, faszinierte ihre jetzigen
Bandkollegen bei einem Vorspiel damals so sehr mit den Klängen ihrer Geige, dass sich alle vier entschlossen, sich zusammen der armenischen Volksmusik hinzugeben. Jetzt ziehen die aus verschiedenen Regionen stammenden Musiker
gemeinsam durch die Lande und begeistern ihr Publikum, wo immer sie auch auftreten, mit ihren Interpretationen dieser kaukasischen Musik. Nicht nur die Einflüsse der verschiedenen Heimatorte der einzelnen Musiker sind in ihren
Interpretationen spürbar, auch die Einflüsse anderer Kulturen auf die armenische Musik sind während ihres Spiels deutlich hörbar. Nicht wenige Zuschauer waren verwundert, als Kanchukh als nächstes Stück einen Tango ankündigte.
Auch der jazzige Groove des Kontrabassisten Bernd Gesell erschien außergewöhnlich für die Stilistik der armenischen Volksmusik. Doch irgendwie schaffte es “KaroVan” immer wieder die diversen Richtungen der einzelnen Musiker
ineinander fließen zulassen, so dass letztendlich ein bunter Mix verschiedener Musikrichtungen zu einer neuen Musiklandschaft verschmolz. Langer Applaus und Zugaberufe vom Publikum kamen nach dem Konzert nicht wirklich
überraschend. Ein letztes Mal konnten sich die Zuhörer dieser fremden Musikkultur hingeben, bevor der letzte Ton im Bildhäuser Hof verhallte. (RSP, Manuel Pfeuffer, 05.11.07)
"Karovan" begeistert im Klausenbauernhof
Geigerin Lisa Kanchukh und ihr Ensemble präsentieren Musik voll Melancholie und ausgelassener Leidenschaft
Mit einer eigenartigen, unbekannten Musik aus ihrer armenischen Heimat machte die Geigerin Lisa Kanchukh mit
ihrem Ensemble “Karovan” im Klausenbauernhof im Wolfacher Ippichen bekannt.
KaroVan nennt sich geheimnisvoll das Ensemble um die Geigerin Lisa Kanchukh, die Musik ihrer Heimat Armenien kultiviert, dem Land
am östlichen Rand Europas mit seinen vielen orientalischen Einflüssen. “Armenian folk music” nennen die vier Musiker ihr außergewöhnliches Konzert, das viel, viel mehr Besucher verdient gehabt hätte. Ungewohnt schon die ersten
Geigentöne von Lisa Kanchukh, zart und unbestimmt, die sie mit orientalisch anmutenden Vibrato schmückt. Die virtuose Geigerin scheint mit den Tönen zu spielen, bis sie die richtige Farbe annehmen. Langsam, fast schüchtern,
fällt Bernd Gesell mit seinem Kontrabass ein, tritt zusammen mit der Gitarre in einen Dialog, um dann mit Gerald Mertens’ treibender Perkussion in eine tragende Melodie zu münden. Das Stück, anfangs voll Melancholie, voll
ausgelassener Lebensfreude am Schluss, könnte für die Dramatik des ganzen Programms stehen, das von den Kontrasten lebt. Mal gewinnt die schluchzende Geige die Oberhand, dann wieder steht der schnelle Rhythmus und die
Ausgelassenheit im Vordergrund. Ein heißblütiger armenischer Tanz mit jubelnder Geige, der sich alle anderen Musiker unterordnen, offenbart die vielen Einflüsse, denen die armenische Musik ausgesetzt war. Allein von der Geige
beherrscht scheint auch das nächste Stück, ein tieftrauriges Lied von einer Frau, die ihren Mann verloren hat. Das dezente Spiel der anderen Instrumente, die kaum ins Bewusstsein treten, ist bewundernswert. Ein minutenlanges
Bass-Solo von Bernd Gesell, bei dem er das Schwerfällige Instrument in die höchsten Töne treibt und ungewohnte Klangwelten eröffnet, erntet Szenenapplaus. Ein kleines Meisterstück, bei dem das perfekte Zusammenspiel, das
sensible Eingehen der Instrumente aufeinander begeistert. Zum wunderbaren Konzert trägt zweifellos auch bei, dass die vier ohne aufwendige Technik auskommen. Die Musiker vertrauen ganz auf ihr Können und ihre Instrumente.
Armenischer Tango - Und auch das gibt es: Armenischen Tango, enorm rhythmisch und von der Geige mit reichlich Schmelz gespielt. Eine Rumba spielen die Vier, dass es einen kaum mehr auf den Stuhl hält. Der Beifall ist gewaltig und die Musiker dürfen erst nach zwei Zugaben von der Bühne: Einem Lied mit allem Schmelz, zu dem das Ensemble fähig ist und einem Klezmer in phänomenaler Geschwindigkeit. (Mittelbadische Presse, Andreas Buchta, 03.11.07)
Die Kritik zur Konzertpremiere am 27.08.2006 in Böblingen: Sinnlich und ausgelassen
Böblingen: Lisa Kanchukhs Ensemble "Karovan" beim Sommerkonzert im neuen Rathaus
Traditionelle armenische Tänze und Lieder bot das Quartett "Karovan" im Foyer des neuen Rathauses
Böblingen. Im Rahmen der Reihe Sommerkonzerte sorgten die Musiker um die Geigerin Lisa Kanchukh für berauschende Momente.
Die ersten Töne der Geige klingen noch ungewohnt. Sie stehen nicht gerade und klar, sondern sie werden geschliffen, sie werden ständig verziert und mit einem besonderen Vibrato versehen. Lisa Kanchukh scheint mit der
Melodie zu spielen. Sie selbst versinkt in der Musik - und nimmt die Zuhörer mit. Nach und nach steigen ihre Mitmusiker ein und plötzlich geht die getragene Melodie über in einen treibenden Rhythmus, in tanzende Klänge.
"KaroVan" verbinden gerne Kontraste. Immer wieder folgt in ihrem Programm auf einen melancholischen Teil ein ausgelassenes Stück, gehen die Titel ineinander über. Gerade das macht das Programm so abwechslungsreich und
kurzweilig. Zwar ist bei dem einen oder anderen Übergang zu hören, dass die Musiker noch nicht so lange miteinander musizieren. Aber je länger sie an diesem Vormittag spielen, desto sicherer werden sie auch.
Faszinierende Virtuosität
Besonders Lisa Kanchukh an der Geige fasziniert mit ihrer Virtuosität. Wie der Bogen über die Saiten springt, wie die Finger über den Hals der Geige fliegen, durch die Oktaven jagt sie die Melodien - und reißt am Ende damit fasst die Zuhörer von den Sitzen. Kräftigen Beifall bekommt sie mehr als einmal völlig zu Recht. Auch bei den getragenen Stücken trifft sie den richtigen Ton, die richtige Stimmung. Lisa Kanchukh überzeugt stets mit ihrer Interpretation. Ihre Persönlichkeiten bringen auch Kontrabassist Bernd Gesell und Gitarrist Manfred König in die Musik ein. Bei ihren Improvisationen ist der Jazz deutlich zu hören. Aber vor allem Bernd Gesell schafft bei diversen Soli die Verbindung zur traditionellen Musik. Außerdem zeigt sich der Instrumentalist souverän sowohl im gestrichenen wie im gezupften Bass. Verschiedene Einflüsse sind in den armenischen Stücken zu hören, wie zum Beispiel persische oder französische. Beim armenischen Tango schiebt sich für den Zuhörer das imaginäre tanzende Pärchen Wange an Wange über das Parkett. Zwischendurch ist auch mal eine Rumba zu hören. Für die leichtfüßige Rhythmik ist der Perkussionist Gerald Mertens verantwortlich. Mit türkischer Trommel, arabischem Tamburin und leichten Fingerschlägen sorgt er dafür, dass seine Mitmusiker sich entfalten können. (Sindelfinger / Böblinger Zeitung, Stefanie Järkel, 30.08.06)
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