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Dikanda - Presse, CDs & Videos

  • Halsbrecherische Rhythmen aus Orient und Balkan
  • Mit einem Mix aus halbsbrecherisch schnellen Melodien und Rhythmen aus Orient und Balkan locken Dikanda am Samstag bei der Geislinger Rätsche die Zuhörer schnell aus der Reserve.

„Bei Dikanda kann man eigentlich nicht sitzen bleiben“, kündigt Rätsche-Chefin Brigitte Aurbach bei der Vorstellung der polnischen Band aus Stettin an. Vorsorglich war der Geislinger Schlachthof denn auch nur halb bestuhlt: Die hintere Hälfte des Saals war zur Tanzfläche umfunktioniert und für die Zuhörer reserviert, die es bei der wilden Weltmusik des virtuosen Septetts nicht auf den Stühlen hält. „Habt eine schöne Zeit, ob ihr sitzt, tanzt oder auf dem Boden schlaft“, rufen Dikanda dem Publikum zur Begrüßung zu. Für die Band ist Geislingen die letzte Station vor einer längeren Tourpause: „Wir nehmen eure Atmosphäre hier mit nach Hause.“ Die Zuhörer in Geislingen enttäuschen nicht: Mit einem Mix aus halbsbrecherisch schnellen Melodien und Rhythmen aus Orient und Balkan locken sie die Schwaben schnell aus der Reserve. Violinist Andrzej Jarzabek Fis lässt eine ätherische Melodie durch den Raum wehen, langsam bauen Percussionist Daniel Kaczmarczyk und Grzegorz Kolbrecki am Stehbass den Rhythmus auf. „Muzyka! Muzyka!“, ruft Sängerin und Akkordeonistin Anna Witczak-Czerniawska – und es gibt kein Halten mehr.

Die Musiker beschwören einen musikalischen Wirbelsturm herauf. Die Geige flirrt wie der Flügelschlag eines Kolibris, Gitarrist Piotr Rejdak wechselt zwischen Flamenco, Gypsy-Jazz und elektrisch verstärktem Dröhnen und die Trompete von Szymon Bobrowski setzt kristallklare Akzente. Immer im Mittelpunkt: Frontfrau Anna Witczak-Czerniawska, deren Stimme singt, schreit und schmeichelt. Immer wieder hält sie die dicken Schlägel, mit denen sie eine afrikanische Trommel bearbeitet hoch über den Kopf, gibt den Takt vor, peitscht das Publikum zu den komplexen Rhythmen. Mit Sängerin Katarzyna Bogusz liefert sie sich halsbrecherisch schnelle Sprechgesang-Duelle. Sind die prasselnden Silben polnisch oder eher „dikandisch“? Egal, Dikandas Musik braucht keine Sprache, um verstanden zu werden.   Geislinger Zeitung, Stefanie Schmidt, 10.10.2016)

Dikanda - ein polnischer Wirbelwind bei „Freie Klänge“
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Dass man hier auch tanzen kann, macht den Reiz dieses ungewöhnlichen Ortes aus. Doch erst einmal liegen Spannung und Neugier in der Luft, bis die sechs Musiker von DIKANDA die Bühne betreten.
Ein dumpfes Brummen ist zu hören, das vom Akkordeon kommt. In diesen Klang hinein mischt sich eine Trompete, ebenfalls tief und beinahe unwirklich. Dezent beginnen nun Bass und ein Cajon das Grummeln anzutreiben und plötzlich groovt und schwingt es im Raum. Eine brodelnder Mixtur aus vielen ethnischen Zutaten, die sofort in den Bauch und die Beine gehen. Innerhalb nur weniger Augenblicke schlägt bei mir das Gefühlsbarometer weit nach oben aus. Ich bin hingerissen, eingefangen von Latin-Rhythmik und dem Puls afrikanischer Trommeln, der Leidenschaft jüdischer Melodik, vorgetragen von zwei elektrisierenden weiblichen Stimmen, die den Balkan einfach mal so melodisch in den Orient verlegen. Wie abgefahren ist das denn!?
Diese Musik ist ein feines Gespinst ganz unterschiedlicher Facetten, die einem Kessel brodelnder Zutaten zu entrinnen scheinen. Gerade habe ich mich daran gewöhnt, dem Chorgesang vom Balkan zu lauschen, da fühle ich mich plötzlich nach Kasachstan versetzt, mitten in die wilden Tanzbewegungen der beiden Vollblutweiber auf der Bühne hinein. Das ist die pure Lebenslust einer uralten Kultur, die sich in moderne Pop-Klänge drängt und sie wieder interessant und vielfältig macht. Inzwischen sagt man Weltmusik dazu, weil irgendein Stempel her muss, doch eigentlich ist das Brachialfolk in aller Vielfalt und Schönheit, wie man ihn auch bei Ikonen wie Mari Boine erleben kann, nur eben anders.
Es geht aber auch total romantisch und verträumt. In einem der Lieder geht es um ein „Mädchen auf der Bank“, das an einem warmen Sommertag von der großen Liebe träumt. Da nehmen sich die Instrumente weit zurück und die Damenstimmen von ANIA WITCZAK, die am Akkordeon, und KATARZYNA BOGUSZ verzaubern mit hinreißenden Modulationen, als würde eine einzige Stimme mehrstimmig zu hören sein. Es ist die blanke Perfektion, aber unheimlich stimmig und einfühlsam. In einem anderen Lied singen sie vom Zauber der „Schönsten Augen“ und dem Feuer, das im Herzen brennt und in einem weiteren vom „Mädchen mit dem schönen Gesicht“. Obwohl es „typisch polnisch“ klingt, ich dabei Grechuta & Anawa im Hinterkopf habe, versetzt mich das Stück emotional in den Orient, zumal PIOTR REJDAK mit der Gitarre ein Solo zaubert, bei dem er den Klang einer Sitar imitiert. Letztlich entfacht der polnische Wirbelwind ein Rhythmusfeuerwerk, das die alten Mauern erschaudern lässt. Es passt einfach alles!
Mir kommt es vor, als würde diese Musik alles in sich aufsaugen, was südöstlich von uns beheimatet ist. Eine Musik voller Leidenschaft, sinnlicher Emotionen und lebendiger Leidenschaften. All das, was ich ein wenig vermisse, wenn mir die deutsche Volkstümelei über den Weg läuft, das finde ich bei DIKANDA. Von der Begeisterung der sechs Profis kann man sich anstecken und mitreißen lassen, ohne ein einziges Wort verstehen zu müssen. Weltmusik eben, eine universelle Sprache, die Herzen verbinden kann und will. Da muss man schon ziemlich verklemmt und verhärtet sein, um sich der Sprache der Liebe zu verschließen. Die Frontfrau ANIA WITCZAK geht ganz offenherzig auf uns zu, ihre Partnerin KATARZYNA schmeichelt mit ihrem Charme und einer Stimme, die aus den Schluchten der Hohen Tatra zu kommen scheint. Im Gespann mit der Trompete von SZYMON BOBROWSKI entsteht ein Soundgebräu, das sehr atmosphärisch die Ohren betört und dann sich wieder in explosive Soli ausweitet, die sich wie ein Rausch anfühlen. Ich bin schlichtweg begeistert, so wie damals, als ich das erste Mal Mari Boine live erleben durfte.

In einem afrikanischen Dialekt steht DIKANDA für Familie, für Freude am Gesang, Leidenschaft und jede Menge Emotionen sowie pure Energie. Die Band aus dem benachbarten Polen ist ein Powerteam, dessen Faszination man sich nicht zu entziehen ermag. Die Musik fühlt sich an wie aus einem Schmelztiegel, in den man alle Zutaten gab, um daraus etwas kraftvoll Eigenes zu schöpfen. Wir erleben lange rhythmische Passagen, über denen sich das Spiel der Trompete in freien Improvisationen entfaltet, die Gitarre wilde Soli aus ihren Saiten zaubert und DANIEL KACZMARCZYK wie wild dazu Cajon und Trommel bearbeitet. Beide Damenstimmen geben diesem Instrumentalfeuerwerk Glanz, Charisma und den besondere Schuss Esprit. Dann wieder gewinnt fast Stille die Oberhand. Die Musiker setzen sich auf den Bühnenboden und lauschen dem Gitarristen bei einem filigranen Solo, dessen dichte Atmosphäre mich entfernt an manche heiße Momente im Dreiklang von Paco de Lucia, Al Di Meola und John McLaughling „Friday Night In San Francisco“ erinnert. Einfach großartig, so etwas hätte ich hier nicht erwartet.
Ich bin zwei Stunden gefangen im reichen Zauber der Klänge und Rhythmen, in der außergewöhnlichen Atmosphäre der Musik und des Ortes gleichermaßen. Ich lasse mich fallen und genieße es, eine Band im kleinen Rahmen zu erleben, die man ansonsten in den Hallen und bei Festivals mit tausenden Besuchern erlebt. Manchmal muss man eben die Hand annehmen, die einem das Glück reicht, und bereit sein, sich auf Ungewöhnliches einzulassen, um selbst bereichert werden zu können. Auch von anderen Menschen, die bei uns, zeitweilig oder länger, auf Hilfe und Unterstützung hoffen, von denen wir aber auch lernen können, wenn wir mutig genug sind, uns einzulassen.
Nach dem tosenden Beifall eines überaus sachkundigen Publikums erleben wir noch die Faszination einer uralten polnischen Weise. „Hanka (mit den blauen Augen)“, sagt man uns, wurde von den alten Weibern ohne Zähne in der Kirche gesungen. In dem „Omalied“, so sagt uns ANIA, geht es darum, seine innere Ruhe zu bewahren, egal in welcher Situation. Wenn nicht, müsse man weinen und die Tränen würden zum Meer fließen. Sie würden uns das Lied in einer Version für junge Frauen mit Zähnen singen - und dann wird aus dem polnischen Wirbelwind ein Orkan, dessen Vokalakrobatik mich nur noch staunen lässt. Noch einmal tobt die musikalische Urgewalt verschiedener ethnischer Stile, ehe sich der verbliebene Rest als a-capella-Dreiklang von uns verabschiedet.

Ich sage seit langer Zeit wieder einmal „Dziękuję!“ und sehe in die Gesichter freundlicher Menschen, die mir eine neue CD signieren. Auf der Fahrt über die nächtliche Piste nach Hause höre ich die Neuheiten, die einen, der nicht abgeschottet sein Leben lebt, nicht mehr verwundern können. Das einzige, das mich wundert, ist die Arroganz, mit der sich die Politik das Geschehen schon wieder schön redet: Dobranoc! (13.03.2016, Mission Bühnenrand)

Die reine Lust am Leben - Die polnische Weltmusik-Formation „Dikanda“ begeistert im „Konfetti“

Neustadt. Die Gruppe „Dikanda“ aus Polen, 1997 in Stettin gegründet, hat sich mit ihrem eigenwilligen Weltmusik-Mix in Neustadt schon lange einen treuen Fan-Stamm erspielt: Bereits zum fünften Mal gastierte das Sextett auf Einladung des Kulturvereins Wespennest am Samstag in Neustadt, und wieder einmal war das Konzert im „Konfetti“ restlos ausverkauft.

Auch auf der Bühne wurde es eng: Trotzdem verzauberten die sechs Musiker und Musikerinnen ihre Zuhörer schon mit den ersten Takten, trugen einen fort nach Mazedonien, in die Ukraine, nach Griechenland, Bulgarien und in die Türkei. Trommelwirbel und die kehlige Stimme von Ania Witczak, die dem Akkordeon zudem satte Töne und schnelle Läufe entlockte, verführten manch einen Besucher aufzustehen und zu tanzen. Niemand konnte ruhig sitzen bleiben, alles klatschte und bewegte sich zumindest auf dem Stuhl. Der Name „Dikanda“ stammt ursprünglich aus einer Phantasiesprache, steht aber auch in einem afrikanischen Dialekt für Familie, ist also wunderbar dazu geeignet, die Freude am Singen und Spielen, die Leidenschaft, Spontanität und Energie zu verdeutlichen, die in dieser Musik steckt. Die ist pure Emotion und erinnert an einen feuerspuckenden Vulkan! Arabische und indische Rhythmen treffen da auf Klezmer-Melodien, Polka auf Ethno-Pop, polnische Traditionals, die die Sängerin noch von ihrer Großmutter gelernt hat, auf orientalische Klänge. Unterstützt wird die Lead-Sängerin von Kasia Bogusz, deren weiche Stimme immer wieder in die Höhe klettert, um dort zu jubilieren. Kleine Juchzer und Koloraturen ergänzen sich wunderbar mit der tieferen Stimme Ania Witczaks, die die Töne weit hinausträgt. Gitarrist Piotr Rejdak bedient neben der akustischen auch die E-Gitarre, die er in berauschend-rasanten Soli und klassischem Rockgitarrensound einsetzt. Grzegorz Kolbrecki am Kontrabass und Daniel Kacmarczyks schnelle Wirbel an Trommeln und Schlagzeug tun ein Übriges, um die Lust am Leben und an der Liebe zu transportieren. Wie übersetzte Ania Witczak da einen Text? „Lieber sterbe ich, als dass ich am nächsten Tag nicht mehr überrascht werde.“ Die „Übersetzung“ ist auch deshalb angebracht, weil die Truppe vorwiegend in einer Kunstsprache singt – dikandisch.

Im Übrigen kann die Frontfrau keine Noten, die Melodien entstehen in ihrem Kopf, beim Putzen, beim Kartoffel schälen oder im Schlaf. Eine Melodie etwa ließ ihr eine ganze Weile lang keine Ruhe, doch war sie vorläufig nicht unterzubringen, denn sie hätte nur zu einer Trompete gepasst. So wartete Ania Witczak eben einfach ab, bis die Melodie ihre Trompete „gefunden“ hatte. Die Lösung kam in Gestalt von Trompeter Szymon Bobrowski, „dem Mann aus dem Gebirge“, der sich wunderbar einfügt in diesen Speed-Folk, Balkan-Swing, Zirkusjazz. Oder doch anders herum? Für die Musiker und das Publikum war es eh egal, wie die Musik einzuordnen ist, zu unmittelbar ist deren Wirkung.

Temperamentvoll und harmonisch spielt Bobrowski sich in den Vordergrund, verkünstelt sich in traurig schönen Soli, um dann wieder hell und klar zu trompeten. Und manchmal wird er richtig cool-jazzig! Getragene Schwere wechselt sich mit filigraner Leichtigkeit ab, lustige Geschichten mit schwermütigen wie die von Hanka, deren blaue Augen ins Meer fließen, wenn sie die Warnung ihres Vaters ausschlägt. Das Roma-Traditional „Ederlezi“ ist bekannt, doch selten wird es so facettenreich zelebriert wie hier, und das von Ania Witczak geschriebene „De Le Lej“ dürfte so manchem im Publikum noch lange im Gehör bleiben. Überhaupt nahm man sie mit in die Nacht, die Gesänge der Sinti und Roma, die orientalische Harmonik und die afrikanischen Rhythmen. Selten hat man sie so authentisch, voll der Freude am Musizieren und Singen gehört. Selten hat man sich so gesehnt und so eine Lust am Leben verspürt. (Ute Gerst , Die Rheinpfalz, 24.03.2015)

Osteuropäische Kulturtage - Die Welt in Donauwörth

Was manchen Menschen beim Kartoffelschälen einfällt… Ania Witczak jedenfalls, die energiereiche Frontfrau der Gruppe Dikanda, komponiert auch während dieser meditativen Tätigkeit. Das teilt sie dem sehr zahlreich anwesenden Publikum im Kolping-Bildungszentrum mit, das sich dort zum Abschlusskonzert der diesjährigen Kulturtage zu Osteuropa eingefunden hat. Motto des Konzertes: „Hier kommt die Welt“. Dikanda bringen nicht zum ersten Mal die Klänge fremder Kulturen nach Donauwörth. Bereits im Jahr 2010 rissen die polnischen Musiker das Publikum im Kolpingsaal mit ihrer stark osteuropäisch, orientalisch geprägten Weltmusik von den Stühlen.

Diesmal stehen sie in etwas anderer Besetzung aber nicht minder mitreißend auf der Bühne. Kasia Dziubak, die bisherige Geigerin und Sängerin, ist aus familiären Gründen ausgestiegen, dafür fiedelt virtuos – und singt auch zuweilen – Andrzej Jarzabek zum Wohlgefallen der Zuhörer. Neben ihm ist noch ein „Neuer“ dabei, der mit der Trompete eine ganz andere Klangfarbe und hier und da auch einen erfreulich cool-jazzigen Aspekt in die Musik Dikandas einführt: Szymon Bobrowski. Gemeinsam mit dem altbewährten Kontrabassisten Gregorz Kolbrecki bilden sie so etwas wie ein Trio innerhalb der Gruppe. Ania Witczak kündigt es als „die drei aus Zakopane“ an, aus der Bergregion südlich von Krakau. Es sei eine Sünde, ihre Tradition nicht zu zeigen, sagt die Sängerin, die auf manchmal fantasievollem, sympathischem Deutsch mit dem Publikum spricht. Es folgt ein schönes, getragenes, intensives, geigendominiertes Stück, dessen letzter verhallender Ton im atemlos lauschenden Saal jedoch der Trompete gehört. Anschließend stürzen sich „unsere Dikanda Boys“, wie Ania sie weiter nennt, ergänzt um den Percussionisten Daniel Kaczmarczyk und den Gitarristen Piotr Rejdak, in einen berauschenden, rasanten Sieben-Achtel-Takt. Rejdak hat diesmal, neben der akustischen, auch die E-Gitarre mitgebracht, die er sowohl als Midi-Gitarre, also als Synthesizer, wie auch mit klassischem Rockgitarrensound einsetzt.

Bei aller Vielfalt wird der musikalische Charakter Dikandas jedoch maßgeblich geprägt durch den Gesang der „Dikanda Girls“ – um hier im Bild zu bleiben. Und das sind die bereits erwähnte Frontfrau Ania Witczak, die auch Akkordeon, Trommel oder Cymbeln versiert bedient sowie die Sängerin Katarina Bogusz. Sie tragen mit ihrem kräftigen, etwas gepressten Stimmeinsatz erheblich zum osteuropäischen Klang der Gruppe bei, der während der wunderbaren Soloeinlagen von Katarina Bogusz – angereichert mit Juchzern und Koloraturen – auch orientalische Assoziationen hervorruft. Mit dem „Roma-Traditional“ „Ederlezi“ verabschiedet sich die Gruppe, nicht ohne dieses Stück facettenreich zelebriert und musikalisch weit ausgelotet zu haben. Da besteht das Publikum begeistert auf mehr, mehr aus der großen Welt der Musik und bekommt dies auch mit einem polnischen Volkslied, dem Lied über Hanka, deren Augen so blau sind wie das Wasser. Einmal traditionell und einmal kreativ, modern, rasant, „dikandisch“ – was Menschen, die gar keine Noten können, eben beim Kartoffelschälen so einfällt… (Barbara Sagel, Augsburger Allgemeine, 27.11.14)

Weltmusik mit "Dikanda" im Haus der Kultur - Rassige Rhythmen aus Polen

"Dikanda" stehen für folkloristische Klänge. Die Musik der polnischen Band, die 1997 in Stettin gegründet wurde, ist natürlich beeinflusst von der Volksmusik der Heimat.

Aber auch Einflüsse aus Mazedonien, Bulgarien und jiddischer sowie Roma- und kurdischer Musik haben Spuren hinterlassen.

Die Gruppe steht für einen eigenwilligen, emotionalen Mix aus all diesen Stilrichtungen, für Freude am Singen und Spielen - live zu erleben im Haus der Kultur in Waldkraiburg. Dabei lassen sich "Dikanda" nach wie vor nicht in eine traditionelle ethnische Ecke drängen, es ist die Suche nach eigener Interpretation der Lebensfreude, die in ihrer Volksmusik steckt.

Der Name "Dikanda" ist ein Fantasiename, kommt aber auch in einem afrikanischen Dialekt vor und bedeutet so viel wie Familie. Und genau als solche versteht sich die Band mit ihren treuen Fans in ganz Europa. Und so dauerte es auch im Haus der Kultur nicht lange, bis sich der kleine Saal in einen Tanzboden verwandelt hatte.

Anja Witczak, Akkordeon und Gesang, Sängerin Kasia Bogusz, Andrzej "Fiz" Jarzabek an der Geige, Gitarrist Piotr Rejdak, Trompeter Szymon Bobrowski, Daniel Kaczmarczyk an den Trommeln und am Kontrabass Grzegorz Kolbrecki sorgten mit rassigen Rhythmen für eine ausgelassene Stimmung.

Rassig passt auch zum Titel von Dikandas aktuellem Album "Rassi", aus dem die Band einige Stücke zum Besten gab. Besonders das von Anja Witczak geschriebene "De Le Lej" wird so manchem im Publikum lange im Gehör bleiben. (Oberbayrisches Volksblatt, 25.11.14)

Orient im Turborhythmus - Die polnische Band Dikanda begeisterte mit einer fröhlich-feurigen Show beim Kaufunger Stiftssommer

Kaufungen. ...... So glutvoll, fröhlich und mitreißend wie die Band stattdessen in der Scheune aufspielte, ging dennoch die Sonne auf. Tanzbar und voller Leidenschaft ist die Musik dieser sechsköpfigen Formation. Und obwohl dafür in den musikalischen Gewässern Ungarns, Bulgariens, der Ukraine und Rumäniens gefischt wurde, zudem die Netze auch noch in Indien, der Türkei und Afrika ausgeworfen wurden, klingt doch das Meiste nach Orient im Turborhythmus. Zu diesem fegt die Geigerin Kasia Dziubak über ihre Saiten und lässt Gitarrist Piotr Rejdak elektrisch verstärkte Gitarrensoli einfließen, die jeder Rockband zur Ehre gereichen würden. Perkussionist Daniel Kaczmarczyk, Kontrabassist Grzegorz Kolbrecki und die Co-Sängerin Kasia Bogusz, die mit ihren hohen, fast sirenenartigen Gesangstönen wie ein zusätzliches Instrument herüberkommt, komplettieren das wilde Spiel. Im Mittelpunkt der Kopf der Band: Ania Witczak, Sängerin und Akkordeonspielerin. Sie überschüttete ihre Musiker mit Lob, dominierte, moderierte und stellte das Kollektiv als „beste Band der Welt“ vor. „Wir bringen euch neue Lieder und neue Kinder“, eröffnete sie lachend und strich sich dabei über den schwangeren Bauch.

Die Liedtexte drehen sich um das Thema Liebe. Zumeist sind es Überlieferungen: Eine Frau würde jedes Opfer aufbringen, wenn ein bestimmter Mann sie heiratet. Was sich inhaltlich romantisch ausnimmt, kommt musikalisch wie ein Flächenbrand rüber. Heiß, fröhlich, laut und mitreißend rhythmisch. Das Publikum war begeistert.                            (HNA, Steve Kuberczyk-Stein, 22.06.2013)

Polnische Band kam vom Herzen und ging ins Blut

Heiß wurde es im ausverkauften Café Swing am Donnerstagabend bei der Auftaktveranstaltung der „Kulturschiene“, für die das Kulturbüro der Stadt Heidenheim die polnische Band „Dikanda“ engagiert hatte. Das kam gut an. „Dikanda“ ist ein afrikanischer Ausdruck für „Familie“, und beides war an diesem Abend bestens repräsentiert. Die afrikanischen Rhythmen zogen sich mal wild, mal sanft, aber immer eingängig durch das ganze Konzert, einem Flussbett gleich, in dem sich wohlig treiben ließ, wild oder sanft, ganz egal. Der Rhythmus ging ins Blut und ließ Publikum, Musik und Band zu einer Einheit werden, einer Familie, wenn man so möchte. Familiär ging es auch auf der Bühne zu: Lustig scherzte Leadsängerin Ania Witczak mit ihren Musikerkollegen und mit dem Publikum. Eigenwillig, originell, virtuos, beeindruckend, sehr gekonnt, so wäre das zu beschreiben, was auf der Bühne geboten wurde. Und von was noch zu berichten wäre, wäre die Lässigkeit der Band und die schiere Lust dieser Band an ihrer eigenen Musik. Noch deutlicher freilich machte das die Musik, die vor Lebensfreude, Lebenslust und enormer Virtuosität schier überschäumte. Wenn auch deren polnische Texte nicht zu verstehen waren, die teuflisch schnelle Geige in den Händen von Kasia Dziubak, die unter die Haut gehenden Percussions von Daniel Kaczmarczyk, die vorantreibende Gitarre, gespielt von Pjotr Drejdak, den markig eingesetzten Bass von Grzegorz Kolbrecki verstand man doch sofort.

Hinzu kamen die kraftvollen Stimmen von Kasia Bogusz, Kasia Dziubak und Ania Witczak, die mit ihrem Gesängen in perfekter Harmonie das Café in ein wildromantisches Zigeunerlager, eine ungarische Pusztalandschaft, ein orientalisches Märchen oder eben auch eine exotische afrikanische Szenerie verwandelten. Ania Witczak gab dazu lustige Inhaltsangaben der Lieder über Hochzeitskleider, von blauen Augen an Bachbetten, Männern in den Bergen und auf Fußballplätzen, die den Abend zwar heiter bereicherten, für das Verständnis aber nicht notwendig gewesen wären.

Die Sprache der Musik ließ hier keinerlei Interpretationsbedarf übrig, so lustvoll und gekonnt, wie sie von dieser schillernden Band aus Stettin beherrscht wird. ...................... (Marita Kasischke, Südwestpresse, 23.11.2012)

Fusion von Osteuropa und Orient

Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Kulturkommode in Zusammenarbeit mit der Weltgruppe Adelsheim/Osterburken ein Konzert in der Aula des Ganztagesgymnasiums Osterburken. In dieser Reihe waren bereits afrikanische Rhythmen und südamerikanische Samba-Klänge zu hören - diesmal war der musikalische Fokus auf Osteuropa gerichtet. In der Weltmusik-Szene gibt es dafür wohl derzeit keine besseren Vertreter als die Band Dikanda. Die sechs Musiker sind seit Jahren mit großem Erfolg auf Kleinkunstbühnen wie auf großen Folk-Festivals in ganz Europa unterwegs und konnten sich durch ihren mitreißenden und innovativen Musikstil etliche Folkpreise erspielen. "Es spielt in Osterburken die beste Band der Welt!". Dass der von der quirligen Frontfrau Ania Witczak zu Beginn des Konzerts zwar mit einem Augenzwinkern getätigte Ausspruch für das Genre Weltmusik aber durchaus seine Berechtigung hat, wurde sofort bei den ersten Stücken klar. Ein paar Griffe in die Tasten ihres Akkordeons, lebendige Gitarrenriffs und tanzbare Melodien der Violine - schon hatte das Sextett die Zuhörer in der GTO-Aula in ihren Bann gezogen. Die Fusion der Klänge aus Osteuropa und dem Orient und der musikalischen Stile vom Mittelmeer bis an die Ostsee sprachen wohl jeden an, denn Dikanda gelingt es, die Menschen auf die Tanzfläche zu ziehen und sie gleichermaßen tief im Herzen zu berühren. Diese spezielle Melange aus Melancholie und Lebenslust ist es, was das in Stettin vor 15 Jahren gegründete Ensemble ausmacht. Und natürlich der gemeinsame Spaß am Musizieren. Nicht umsonst ist Dikanda in einem afrikanischen Dialekt das Wort für Familie. Gemeinsam haben die sechs fabelhaften Instrumentalisten einen ganz eigenen Folklore-Stil geschaffen, der scheinbar keine Grenzen kennt und der mal von indischen Tablas (Perkussion: Daniel Kaczmarczyk), mal von an Flamenco erinnernden Gitarren-Riffs (Piotr Rejdak) und dem variablen Spiel des Kontrabassisten Grzegorz Kolbrecki rhythmisch getragen wird. Nicht nur optisch stehen allerdings die drei Frauen bei der Band im Vordergrund; ihre dreistimmigen Chor-Harmonien (besonders erwähnenswert: der Sopran von Katarzyna Bogusz) erinnern bei den getragenen Stücken beinahe an bulgarische Vokalkunst. Unter allen Instrumenten bekommt die Violine den größten Raum zur Profilierung. Katarzyna Dziubak spielt sie mal akzentuiert-rhythmisch, mal wehmütig-lyrisch, aber stets mit Hingabe. Die charismatische Ania Witczak schließlich wirbelt auf dem Akkordeon, singt und erzählt mit viel Euphorie auf deutsch über die Entstehung der Songs - zum Teil Überarbeitungen von Volksliedern, vor allem aber eigene Kompositionen, deren Texte auf "Dikandisch", eine selbst entwickelte Kunstsprache, gesungen werden. Denn auch das ist ein Teil der Dikanda-Philosophie: man soll und man kann fühlen, wovon die Lieder handeln, man soll die Musik spüren im Herzen, Bauch und in den Beinen. Und im Grunde kann man einen solch begeisternden Abend auch nicht beschreiben; man muss ihn erlebt haben.   (Martin Hammer, Fränkische Nachrichten, 17.11.2012)

Von Männern und der Muse geküsst Die Gruppe „Dikanda“ spielt im voll besetzten Dudenhofener Bürgerhaus – Ein musikalischer Mix aus östlicher Folklore.

Elektrisierend, in die Beine fahrend, voller Emotionen und ungebremster Lebensfreude: Die polnische Folk-Gruppe „Dikanda“ hat am Freitagabend das voll besetzte Bürgerhaus in Dudenhofen mit einem Konzert zum Beben gebracht. Was heißt hier Konzert, ein rauschendes Fest ist das gewesen, was „Dikanda“ da veranstaltet hat. „Hier ist Revolution“, formuliert es Anna Witczak, die vor musikalischer und emotionaler Energie übersprudelnde Frontfrau – oder besser: Mutter der Truppe. An fahrendes Volk im Wohnwagen mit einer unwiderstehlich starken Frau im Zentrum denkt man. Dazu passt das Erscheinungsbild mit fast schulterlangen Ohrgehängen, bunten Kleidern und Tüchern um den Kopf, die Männer teils mit klingelnden Schellen am Fußgelenk. Die Musik: ein Mix aus Liedern von Polen über Russland bis Bulgarien und Rumänien mit einem Schuss Orient, jedoch transformiert in den musikalischen „Dikanda“-Kosmos. Aus dieser Inspiration entstehen auch eigene Melodien. Geigerin und Sängerin Kasia Dziubak etwa wird während des Konzerts von der Muse geküsst und probiert aus, was ihr da eingefallen ist; die anderen machen mit................ Und da der Beifall gar nicht aufhören wollte, gabs – nachdem die Bühne schon verlassen war – noch eine Zugabe: von Witczak und Bogusz auf zwei Stühlen im Zuschauerraum – ganz a cappella. Polnische Musik – das ist nicht nur Chopin. (Andrea Dölle, Rheinpfalz, 26.03.2012)

Über den Balkan nach Osten Die Band Dikanda vereint unterschiedliche traditionelle Einflüsse im „Bett“. Traditionelle Musik aus osteuropäischen Ländern kommt seit Jahren auch im Westen gut an. Die emotionale Energie schmetternder Bläserfanfaren und rasanter Rhythmen wirkt euphorisierend, insbesondere auf jene Zuhörer, die normalerweise von eher durchdachter oder kalkulierter Musik umgeben sind. Für gute Laune genügt meist schon bodenständige Hochzeits- oder Party-Folklore, die nicht unbedingt virtuos, sondern vor allem schwungvoll gespielt werden sollte. Einen etwas anderen, kunstvolleren Weg nimmt Dikanda. Die 1997 in Szczecin (Stettin) gegründete Band adaptiert Überlieferungen vom Balkan, aus Russland, Griechenland oder der Türkei, komponiert aber auch eigene Stücke. Dabei beeindruckt sie gleichermaßen durch handwerkliche Präzision und beseelte Ausdruckskraft. Der musikalische Horizont des Sextetts reicht weit über die Grenzen Osteuropas hinaus. Hell klingende Patterns einer imaginären Tabla, leichthändig gespielt auf einem elektronischen Drum-Pad, erinnern an die indischen Ursprünge der Zigeuner. Von Rajasthan aus folgt Dikandas Repertoire den Spuren des reisenden Volkes rund ums Mittelmeer bis zum Ende der langen Wanderung in Andalusien. Pointiert spielt Perkussionist Daniel Kaczmarczyk orientalische Darbukka, Rahmentrommeln und ein kleines, ungewöhnlich bestücktes Schlagzeug; seine subtilen Metren entwickeln infizierenden Groove, der selbst bei verschleppt-stolpernden Rhythmen noch in die Beine geht. Ganz selten verfallen Kaczmarczyk und Kontrabassist Grzegorz Kolbrecki in plakativen Polka-Takt. Zuweilen wird der Swing von Anna Witczaks Akkordeon-Phrasen beflügelt, umso mehr durch Pjotr Rejdaks variable Gitarreneinsätze. Seine interessanten Motive und Akkordfolgen auf der klassischen Gitarre lehnen sich häufig an Flamenco-Ideen an, verzichten aber auf scharfkantig-insistierendes Stakkato. Unter allen Instrumenten bekommt die Geige den größten Raum zur Profilierung. Kasia Dziubak spielt sie mal akzentuiert-rhythmisch, mal wehmütig-lyrisch, und legt sich nicht auf folkloristische Muster fest. Vor allem ihr spezieller Klang, der sich mehr am elektrischen Jazzrock-Sound eines Jean-Luc Ponty als an einer „klassischen“ Violine orientiert, sorgt für vergleichsweise moderne Ästhetik. Archaischer Stilpurismus ist Dikanda ebenso fremd wie permanente Hochgeschwindigkeit. Vielmehr variiert das Ensemble gekonnt Tempo und Dynamik, wechselt von fröhlichen Songs zu manchmal fast mystisch angehauchten Balladen. Im Vordergrund stehen natürlich die drei Sängerinnen mit ihren charakteristischen Klangfarben und Phrasierungen. Chor-Harmonien und lange angehaltene, vibrato-lose Töne erinnern an bulgarische Vokalkunst, in Solos offenbaren die Stimmen ihre persönlichen Vorlieben. Katarzyna Bogusz engelsgleicher Sopran begeistert durch Schluchzer, Jodler und kleine Verzierungen; dagegen entfacht Anna Witczak die sprichwörtlich offensive, bedingungslos-raue Expressivität nomadischer Party-Musiker. Ein warmes Timbre steckt in den Stimmbändern von Violinistin Dziubak, dabei kann sie mit kristalliner Klarheit auch extreme Höhenlagen erklimmen. Zusätzliche Abwechslung bringen Einlagen von Bouzouki und Maultrommel; die bei den Aufnahmen zum bislang letzten Studio-Album „Ajotoro“ eingesetzte E-Gitarre hat Pjotr Rejdak daheim gelassen, was kein Verlust ist. Mit variabler Dramaturgie, eigenen Ideen und persönlicher Präsenz vermag Dikanda knapp zwei Stunden bestens zu unterhalten. (Norbert Krampf, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.10 - Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autoren)

“Ich erwarte eine Revolution!” Die Gruppe Dikanda aus Polen begeistert am Sonntag bei der gut besuchten Matinee am Kulturufer Eine sanfte Sommerbrise im Jachthafen und dazu virtuose Klänge vom Balkan und aus dem Orient. Die Gruppe Dikanda aus dem polnischen Stettin brachte zu ihrer Matinee Spontanität und Leidenschaft, gewürzt mit einem Schuss Melancholie, ans Kulturufer. “Macht was ihr wollt. Schwimmt, tanzt oder schlaft - aber ich erwarte hier eine Revolution am Bodensee”, rief Ania Witczak dem Publikum zu und griff in die Tasten ihres Akkordeon........................Zur Revolution hätte wirklich nicht viel gefehlt.                                                                    (Claudia Wörner, Südkurier, 02.08.2010)

Pure Lebensfreude ausgedrückt ............Die rund 120 Zuhörer im Rittersaal hielt nichts auf den Stühlen und so wurde mitgeklatscht, am Rand getanzt und sich im Takt der Musik bewegt. Afrikanisch und orientalisch anmutende Klänge verbanden sich mit volksfestartiger lebensfroher Tanz- und Folkmusik und tief aus der Seele erklingenden Urschreien, die die Seele und den Geist schweben ließen und in fremde Welten trugen. Die Freude der Musiker an ihrem Spiel und die Intensität ihrer Darbietung übertrug sich auf das Publikum, das nicht genug von dieser Band bekommen konnte.....
Die drei Frauen und drei Männer aus Polen mussten mehrere Zugaben geben, bevor der lang anhaltende Applaus im Vischeringschen Rittersaal verklang.                         (Frauke Rödel, Westfälische Nachrichten, 16.05.2010)

Orient und Sentiment ..................Dreistimmiger A cappella-Gesang, butterweich und glockenrein wie die legendären Bulgarischen Frauen. Kaczmarczyk springt ans Mikro, zirpt verwegen auf der Maultrommel, vom Tontechniker gesampelt. Es geht hoch her beim Zusammenspiel zwischen Ursprung und Moderne, zwischen alten Melodien und eigenwillig neuer Interpretation. Das Publikum zum Mitsingen der nicht ganz einfachen Refrains animiert, klatscht, tanzt und singt. Vielvölkerstaat Die Welt ist ein Vielvölkerstaat mit verwirrenden Dialogen, und wir tanzen auf dem Vulkan zur "Musik der besten Band der Welt", wie Dikanda selbstbewusst proklamiert. Dabei beherrscht das Sextett virtuoser Musiker nicht nur musikalisches Esperanto, es hat eine eigene Sprache entwickelt: dikandisch, abgeleitet von Dikanda. Ursprünglich nur ein klingendes Fantasiewort, bis die Musiker überrascht feststellten, dass es den Begriff tatsächlich gibt. In einem afrikanischen Dialekt bedeutet Dikanda in der Tat Familie.                      (Leonore Welzin, Heilbronner Stimme, 01.12.2009)

Ein unvergessliches Konzerterlebnis auf hohem Niveau Die polnische Musikgruppe Dikanda gastierte bei Kultur im Bürgerhaus Mühlhausen. ..... Liebe, Leidenschaft, Gefühle wie Freude und Melancholie vermittelt die Gruppe. Die sechs Musiker, allen voran die Sängerin und Akkordeonistin Ania Witczak, vermischen diese Einflüsse mit ihrer Fantasie und ihren Gefühlen und schaffen eine neue Kunstsprache, die mal slawisch, mal orientalisch klingt. Deutsch hat die Sängerin übrigens auch gelernt, was sie bei ihren herzerfrischenden Ansagen während des Konzerts offenbart. Die Musik von Dikanda fordert den ganzen Körper und versetzt ihn in Schwingung. Mal trumpft Ania temperamentvoll, übermütig auf, animiert zum Tanzen, dann versinkt sie tief in Sehnsucht und Melancholie, schließlich mündet das Ganze in einem echten Gassenhauer. Überhaupt lebt das ganze Konzert von diesem Spannungsbogen zwischen himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt oder wie es Ania selbst ausdrückt, vom Leben, wie es eben ist, mit allen Höhen und Tiefen, mit Weinen und Lachen, Fröhlichkeit und Trauer, Geburt und Tod. Es steckt schon eine große Stimmgewalt in der Stettiner Sängerin Ania, die zusammen mit ihren Mitsängerinnen Kasia Dziubak und Kasia Bogucz wie ein bulgarischer Frauenchor klingt. Der Gesang der drei Frauen ist unglaublich kräftig und farbig. Innerhalb der Band bilden sie manchmal ein eigenständiges Trio: Sie werfen sich sozusagen wechselweise die Bälle zu, steigern sich gegenseitig im Spannungsaufbau der Musik. Frage- und Antwortspiel beherrschen oft die Lieder. Als wahre Teufelsgeigerin entpuppt sich Kasia: Sie spielt ihre Geige in durchaus klassischer Manier, aber keinesfalls in klassischer Langweiligkeit: Da krächzt und röchelt die Geige, da rutscht ein Glissando über die Saiten wie ein Schrei. Kasias Geige singt. Eine unglaubliche technische Leistung ist auch ihr dauernder Wechsel vom Geigenspiel zum Gesang. Ein fast blindes Verständnis füreinander, das ist das Rezept dieser Musikgruppe. Alles läuft über den Blickkontakt................... Das Publikum ließ sich bei Kultur im Bürgerhaus durch Charme und Ausstrahlung von Dikanda über zwei Stunden hinreißen, erhielt mehrere Zugaben und bedankte sich mit frenetischem Applaus. (Rudi Kramer, Rhein-Neckar-Zeitung, 17.11.09)

Liebe und Leidenschaft Weltmusik mit Dikanda sorgt im Kulturhaus Osterfeld für gute Stimmung Pforzheim “.........Fraglos. Was das Sextett zu bieten hat, ist alles andere als herkömmliche, volkstümliche Musik. “Dikanda” hat es vielmehr geschafft, einen eigenen Stil zu entwickeln. Archaische Trommelklänge paaren sich dabei ebenso mit ergreifendem Satzgesang wie mit geradezu berauschend vorgetragenen Geigenspiel. Die mal engelhaft-schwebenden, mal markant-druckvollen Stimmen der drei Sängerinnen werden mit Bass-, Akkordeon- und Gitarrenklängen derart miteinander verwoben, dass es purer Ohrenschmaus ist, den zumeist von Liebe und Leidenschaft handelnden Liedern zu lauschen. Diese berichten von der Suche nach starken Männern und großen Emotionen. Volkstümliche Weisen aus vielen Kulturkreisen haben die Kompositionen von “Dikanda” beeinflusst. Mal sind es orientalische Klänge, die in ihrer Dynamik das Publikum zum Tanzen vor die Bühne locken, mal Stücke auf Basis baltischer oder osteuropäischer Weisen, die in die Ohren kriechen. Oder jene Titel, die ihren Ursprung in der Zigeunermusik haben sowie die Lieder, die in getragene Schwere und filigraner Leichtigkeit einerseits Melancholie und Traurigkeit, andererseits Freude und Fröhlichkeit transportieren, wie sie in jüdischen oder osteuropäischen Volksliedern zu finden sind.... (Ralf Recklies, Pforzheimer Zeitung, 14.11.09)

....So schillernd bunt wie die Kleidung der Sängerinnen gestaltet sich die gesamte Zwei-Stunden-Performance der sympatischen Folkloristen, die den Geheimtipp-Status hoffentlich bald verlieren. Vergesst DJ Shantel und seinen seelenlosen Bucovina Club, authentischen Balkanfolk gibt’s von Dikanda.                                                                   (Andi Dollinger, Nürnberger Nachrichten, 30.03.09)

Hier können Sie sich den DVD Trailer zur DVD “Live in Zakopane” anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=3IpcKastVI0&feature=player_embedded

Dikanda live beim Bardentreffen 2015: www.youtube.com/watch?v=QQaz-KCePD8

Hier geht es zu weiteren zahlreichen Videos zu Dikanda

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Bisher sind 7 Alben von Dikanda erschienen - sie können bei Jaro Medien oder direkt im Internetshop der Band erworben werden.

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