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Adria - Presse & CD

Ist das nun Jazz, apulische oder albanische Volksmusik? Spielt keine Rolle. Was die drei Männer aus Lecce mit Akkordeon, Saxofon und Percussionzusammen mit der Sängerin Rachele Andrioli spielen, tönt vom ersten bis zum letzten Ton spannend und macht Spaß.... (Folker 01/17)

Facettenreiches Konzert mit 180 Besuchern in der ausverkauften Kunstschmiede Klink.... ”Adria spielt zum dritten Mal in der Gegend. Beim ersten Mal war das Publikum überschaubar, beim zweiten Mal sah es schon weitaus besser aus und heute sind wir ausverkauft”, stellte André Heygster fest. ... Adria hat sich das Motto “neue Wege in der Folkmusik” auf die Fahnen geschrieben, dazu gehört etwa auch, brasilianischen Samba mit italienischem Liedgut zu kombinieren. Elemente regionaler Musik aus Süditalien, Albanien, Spanien, Griechenland und Nordafrika fließen bei Adria in zeitgenössische Kompositionen ein. “So bleiben Traditionen lebendig”, erklärte Prima auf Englisch. Seine Ausführungen wurden mit Witz von Coluccia pantomimisch ergänzt. (Kirsten Johanson, Südkurier, 18.10.2016)

Südländische Leidenschaft in Kunstschmiede Klink - “Adria” mit mitreißendem Konzert in Denkingen - Lieder erzählen Geschichten...... Ob Liebeslieder, traditionelle Weisen und Tarantellas: In ihrem Repertoire schöpften Rachele Andrioli (Gesang), Claudio Prima (diatonisches Akkordeon, Gesang), Francesco Pellizari (Schlagzeug) und Emanuele Coluccia (Sopran- und Tenorsaxophon, Klarinette) Lieder aus dem musikalischen Reichtums Italiens und Albaniens. Was zu Konzertanfang mit Stücken wie “Aujourd’hui” oder “Virginia” ganz leise begann, entwickelte sich nach und nach zu dynamischen Rhythmen und Tönen, die in die Welt des Mittelmeeres entführten. Saxophon und Akkordeon heizten sich gegenseitig an, während Schlagzeuger Francesco Pellizari sich im Hintergrund ausgiebig in Trance trommelte. Mit viel Enthusiasmus, perfekter Instrumentenbeherrschung und teuflischen Läufen zauberte Emanuele Coluccia ein Klangmosaik aus jazzigen Zwischentönen und der Tradition südländischer Kulturen hervor......... Rund 150 Minuten geballter Lebensfreude, ein Hauch der südlichen Lebensweise und eine exzellente Performance ließ das Künstlerhaus durch Kunst erbeben. Ebenso auch der Applaus, der die Künstler erst nach drei Zugaben gehen ließ. (Cäcilia Krönert, Schwäbische Zeitung, 18.10.2016)

Am Beginn des Konzertes, in dem die vier Musiker ihre neue CD Ogni goccia vorstellten, standen zwei Instrumentals. Mit anfangs nur sehr leisen Rhythmen, die Francesco Pellizzari auf Klanghölzern in seine Elektronik einspielt und als loop weiterlaufen ließ, während er nach und nach weitere Klänge hinzumischte, Beckenklänge oder eine wie ein Didgeridoo klingende Rahmentrommel. Dazu spielt Claudio Prima auf seinem Akkordeon eine melancholische Melodie, von Emanuele Coluccia am Saxophon begleitet. Bald darauf wechelt die Musik ins tänzerische, wird kräftiger. Eine Musik, die ich mir, schließt man die Augen, auch gut als Begleitung eines Films vorstellen könnte: vielleicht ein Kameraschwenk über sommerlich warme Landschaften, hin zu einem Mann, der zu einem Dorf wandert, voller Freude über die bevorstehende Ankunft...

Claudio Prima wies auf den noch leeren vierten Stuhl hin: "wir lassen in Italien einen Stuhl frei für jemanden, der noch kommen könnte. Vielleicht ist es ja jemand, der Dein Leben ändert?" Damit betrat Rachele Andrioli, Sängerin der Band, die Bühne und begann mit einer ausdrucksstarken Stimme zu singen, voller Gefühl, mit Kraft und Dynamik in der Stimme. So wie gleich in ihrem ersten Lied, Ho chiesta alla luna ("ich bat den Mond, mir Glück zu bringen...", heißt es im Text), über die Entscheidung für oder gegen die große Liebe. Mit ihrer Interpretation schaffte sie es, daß der Inhalt der Lieder vom Publikum gefühlt verstanden wurde, auch ohne italienisch zu verstehen (im CD-Booklet sind die Texte auch ins englische übersetzt).

In ihrem Konzert wechselt die Band zwischen modernen Interpretationen italienischer Folk-Musik und jazzigen Klängen. Claudio Prima, von dem die meisten Stücke der CD stammen, sagte über die Musik der Band "wir lassen uns von Folk Music rund ums Mittelmeer inspirieren, Musik natürlich aus Italien, aber auch aus Griechenland, aus Albanien und bis hinunter in den Süden, aus Nordafrika und Marocco. Dabei wollen wir auch die alte Melodien lebendig halten". Wie er das "lebendig halten" meint, merkt man im Konzert: die Folksongs und -instrumentals erklingen in einer mitreißenden Weise, wie zum Beispiel in Moulinette. Die Mischung aus Tarantella und Klezmer lädt geradezu dazu ein, sich zur Musik zu bewegen. Mitunter lassen die Musiker auch zwei Welten aufeinandertreffen. Etwa wenn Rachele Andrioli leise singt und sich Emanuele Coluccias Saxophon schreiend laut einmischt. Da trifft der  Jazz, den Coluccia aus Amerika mitbrachte, auf Primas italienische Folkmusik. Die Töne von Akkordeon und Saxophon: einander durchdringend, zum Schluß mit einander verschmelzend. Und Rachele Andrioli als Bindeglied dazwischen, mal traditionell, mal modern singend. Toll! (Thoralf Winkler, freie-klaenge.blogspot.de, Okt. 2016)

Brücken zwischen Stilen und Kulturen

…die junge Formation Adria aus Italien bescherte dem Publikum im stimmungsvoll ausgeleuchteten Zedernsaal ein magisches Musikerlebnis, das durch seine unbändige Frische einen bleibenden Eindruck hinterließ. In ihrem bemerkenswerten Repertoire schöpfen Rachele Andrioli (Gesang), Claudio Prima (diatonisches Akkordeon, Gesang), Francesco Pellizari (Percussion) und Emanuele Coluccia (Saxophon, Querflöte) aus dem musikalischen Reichtum Italiens und Albaniens.

Die mitreißenden Arrangements von Adria sind vor allem durch das traditionelle Akkordeon und die leidenschaftlich-faszinierende Stimme von Rachele Andrioli geprägt. Ob Liebeslieder, traditionelle Weisen und Tarantellas: Die von der süditalienischen Folkmusik stark beeinflussten Stücke lassen eine unnachahmliche Kreativität zutage treten. Was zu Konzertanfang ganz leise beginnt, entwickelt sich nach und nach zu dynamischen Rhythmen und Tönen, die in die Welt des Mittelmeeres entführen. Saxophon und Akkordeon heizen sich gegenseitig an, während Schlagzeuger Francesco Pellizari sich im Hintergrund ausgiebig in Trance trommelt. …… Ausschau nach neuen Ufern hält nicht zuletzt das Saxophon von Emanuele Coluccia. Mit viel Enthusiasmus, perfekter Instrumentenbeherrschung und teuflischen Läufen zaubert er ein Klangmosaik aus jazzigen Zwischentönen und der Tradition südländischer Kulturen hervor. Während des Abends sind oftmals orientalisch anmutende Skalen zu hören. Melancholie wechselt sich hier mit musikalischer Ironie ab, etwa bei “Moulinette” mit französischem Chansoneinschlag. “Passerelles”(Anmerkung: die neue Musikreihe des Kulturbüro Kehl) hat es auf Anhieb geschafft, für besondere Akzente zu sorgen. Das Publikum belohnte den furiosen Einstand mit begeistertem Beifall. (Oscar Sala, Mittelbadische Presse Kehl, 12.11.14)

Zusammenführen von Kulturen - Die Formation Adria bot im neuen Jugendraum ein mitreißendes Konzert.

RHEINFELDEN. Wenn sich das Temperament und die Leidenschaft zweier südländischer Kulturen musikalisch vereinen, dann ist ein mitreißendes Konzert garantiert. So erlebte es das Publikum am Mittwoch im neuen Jugendhaus bei dem Auftritt der albanisch-italienischen Band "Adria". Auch wenn das Ensemble vielleicht eine größere Bühne verdiente, so hätte sich dort nie eine so dichte, intime Jazzhouse-Atmosphäre entfalten können. Was fast im Dunklen, ganz leise, mit fremdländisch klingenden Geräuschen und klopfenden Rhythmen begann, so als ob sich die Musiker erst einstimmen müssten, entwickelte sich schnell zu immer dynamischeren, intensiven Tönen, die in eine andere Welt entführten und berauschend wie das Tosen der Meeresbrandung über das Publikum hinweg bis in jeden Winkel des Raumes vordrang. "Adria" gastierte auf Einladung des städtischen Kulturamts im Rahmen der "Rheinfelder Musikbühne Klangvoll", wobei klangvoll eher bescheiden ausgedrückt ist, denn was die drei exzellenten Musiker und die Sängerin mit bemerkenswert ausdrucksstarker Stimme hören ließen, setzte einen herausragenden Glanzpunkt bei dieser Musikreihe. Das südliche adriatische Meer: Zwei Küsten, im Westen die Provinz Lecce in der Region Apulien und im Osten die albanische Küste, nur gute 70 Kilometer entfernt. Zwei lebendige Kulturen, die sich in der jüngeren Geschichte aus der Ferne beäugten, sich aber kaum kannten. Die 2005 gegründete Band besteht aus Musikern, welche schon mit vielen anderen Künstlern der italienischen und europäischen Musikszene zusammengearbeitet haben. Adria schöpft aus dem traditionellen Repertoire der beiden Ufer und verbindet mit neuen Arrangements die beiden Kulturen.

So entstanden wunderschöne Songs mit einfachen und lyrischen Texten. "Adria", das sind zum einen Sängerin Maria Mazzotta, deren außergewöhnliche Stimme die Texte voll zur Geltung kommen ließ. Auch wenn man die fremde Sprache nicht versteht, so verrät ihre bildreiche, lebendige Gestik und emotionale Mimik viel über den Inhalt: Heiterkeit, Tragik, Freude, Enttäuschung öffnen dem Publikum eine große Gefühlsskala, die alle Sinne berührt. Claudio Prima entlockte dem diatonischen Akkordeon mit atemberaubender Virtuosität Töne, die so ansteckend waren, dass es manchmal den Anschein hatte, er wolle gleich selber vom Stuhl abheben - ein Eindruck, der sich auch beim Publikum durchsetzte: überall war Bewegung, in den Füßen, Beinen, dem ganzen Körper. Gelassen und gekonnt akzentuiert setzte Francesco Pellizarri eine Vielzahl an Rhythmikinstrumenten ein, während sich Emanuele Coluccia mit staunenswertem Enthusiasmus dem grandiosen Spiel am Sopran- und Tenorsaxophon hingab.

So ließ "Adria" ein harmonisch abgestimmtes Klangmosaik entstehen, zusammengestellt aus der folkloristischen Musiktradition Italiens und Albaniens, abgerundet mit Jazz-Elementen. Ein Konzert, das den großen Schlussapplaus und das Prädikat "hervorragend" verdient hat. (Claudia Gempp, Badische Zeitung, 25.10.13)

Musiker überzeugen mit albanisch-italienischem Jazz - Die Band Adria präsentiert im Café Moccafloor wunderschöne Lieder mit lyrischen Texten

Pfullendorf. Eine neue Art von Jazz aus Italien hat am Dienstagabend rund 50 Gäste im Pfullendorfer Café Moccafloor begeistert. Die albanisch-italienische Band Adria präsentierte ihr traditionelles Repertoire, bestehend aus wunderschönen Liedern, lustigen Darbietungen und lyrischen Texten.

Anlässlich der Veranstaltungsreihe “€Kultur im Herbst” bot das außergewöhnliche Konzert beste Unterhaltung. Bei einem guten Wein, einem heißen Tee oder einer warmen Schokolade, serviert im Café von Aline Witschel, hat so manch einer in gemütlich-herbstlicher Stimmung bei Kerzenschein einen Hauch der südlich adriatischen Meeresbrise geschnuppert.

Aus der Provinz Lecce in der Region Apulien - auch der italienische Stiefelabsatz genannt - und aus dem Osten, der albanischen Küste, haben sich musikalisch zwei Kulturen verbunden und albanisch-italienische Musik kreiert. So entstanden wunderschöne Songs mit einfachen und lyrischen Texten, die wohl erst durch die außergewöhnliche Stimme von Maria Mazzotta voll zur Geltung kamen. Komplettiert wurde die Sängerin mit viel Gefühl und Ausdruck in der Stimme von Francesco Pellizzari am Schlagzeug, Emanuele Coluccia am Sopran- und Tenorsaxofon und Claudio Prima am diatonischen Akkordeon. Dieses Quartett nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise in eine neue Art von Jazz: Jazz aus Italien mit verschiedenen Akzenten und tollen Rhythmen.

Viele Gäste packte der Rhythmus und obwohl Violoncellist Redi Hasa nicht anreisen und mitspielen konnte, machten die vier Vollblutmusiker einen sehr guten Job, wobei Francesco Pellizzari mit seinen Schlaginstrumenten die Lücke bravourös füllte. Liebeslieder, traditionelle Weisen und Tarantellas erfüllten den Raum, Maria Mazzottas klare Stimme klang einmal wie die Edith Piafs und einmal wie die von Gianna Nannini. Lustige Erzählungen, auf Englisch, Italienisch und sogar auf Deutsch von Claudio Primo, unterstützt durch Pantomime von Emanuele Coluccia, brachten das Publikum immer wieder zum Lachen. Nach drei Stunden und zwei Zugaben ging ein facettenreicher Konzertabend zu Ende. (Cäcilia Krönert, Schwäbische Zeitung, 30.10.13)

Auch so kann Jazz sein - Adria verbindet auf ungewöhnliche Weise traditionelle italienische mit albanischer Musik

Laupheim. “Der neue italienische Jazz kommt aus dem Südosten” ganz schön selbstbewusst klingt der Konzerttitel von Adria, der Band um Sängerin Maria Mazzotta. Aber spätestens nach dem ersten Stück ist den rund 50 Zuhörern im Schlosscafé klar, dass diese Feststellung nicht untertrieben ist. Vier exzellente Musiker sind da am Werk und verbinden auf unverwechselbare Art und Weise traditionelle italienische mit albanischer Musik. Sie kommen nämlich aus dem Salento, dem “Absatz vom Absatz des Stiefels”, wie Akkordeonist Claudio Primo in seinem lustigen italienischen Englisch erklärt. Dort könne man bei gutem Wetter die Berge des 70 Kilometer entfernten Albanien sehen. Weil Jazz vielfältig und offen für alle Stilrichtungen ist, stehen in den Liedern und Instrumentalstücken von Adria Fetzen von traditionellem amerikanischen Jazz neben albanischen Volksliedern.

Schnell hört man die ungewohnten, orientalisch anmutenden Skalen heraus, vor allem, wenn Maria Mazzotta sie singt. Ihr Blick scheint nach innen gerichtet, von wo sie ihre intensiven Töne holt. Die sind mal hell und klar, dann wieder rau und dunkel. Auch wenn man den Text nicht versteht, ist die Botschaft klar: Liebe und Schmerz, Leidenschaft und Lebenslust. Melancholie herrscht oft vor, aber eine Prise Ironie und Humor zur rechten Zeit - musikalischer wie verbaler Art - verhindert, dass Tristesse sich ausbreitet. Adria singen mit französischem Chanson-Einschlag über eine “Moulinette”, einfach, weil ihnen der Klang des Wortes gefiel, ohne zu wissen, dass es “Flotte Lotte” bedeutet. Das diatonische Akkordeon “spricht” da französisch, und Claudio ist auf dessen Knöpfen ziemlich flott unterwegs. In den Improvisationen heizen sich Saxophon und Akkordeon gegenseitig an, dann und wann löst sich ein virtuoses Solo heraus. Emanuele Coluccia schraubt auf dem Sopransax seine Töne wie ein Derwisch in schnellen Spiralen in die Höhe bis beinahe zur Ekstase, und auch Schlagzeuger Francesco Pellizzari trommelt sich des Öfteren fast in Trance.

Mit der Musik auf Reisen

Das macht es dem Zuhörer leicht, mit der Musik die dicken Mauern des Raumes zu verlassen und sich in der (Gefühls-)Welt des Mittelmeer-Menschen wiederzufinden. Das kann ein altes sizilianisches Lied sein, das von der liederschreibenden und für ihre Zeit revolutionären Rosa erzählt, oder eine alte Geschichte aus dem Salento, bei dem ein hoffnungsvoller Reiter sich von der Dorfschönheit an der Nase herum geführt sieht. Ungewöhnliche Klangexperimente ermöglicht der Computer: Verschiedene Geräusche - entweichende Luft aus dem Akkordeon, Flötentöne, Klopfen und Zischen - werden zu einem Gewisper addiert, vor dessen Geräuschkulisse Emanueles Tenorsax, Marias Stimme und Claudios Akkordeon sich mischen. Auch so kann Jazz sein. (Diana Hofmann 01.11.2013, Schwäbische Zeitung)

Ein schlankes Meer mit Musik überbrücken

Italienisch-albanisches Ensemble Adria zum Auftakt der Sommer-Musik-Welten im “Traumstern” – Moderne voll Tradition Lich (dw) “Sento il mare” – man spürte und hörte das Meer am Donnerstagabend im Kino “Traumstern”: Dort gastierte zum Auftakt der sechsten Licher Sommer-Musik-Welten des Kulturvereins künstlich das Ensemble Adria. Rundum stimmig klang das, wobei die vier Musiker einen mitreißenden Bogen von traditionellen Klängen zu neuen Musik-Welten schlugen. Nur wenige Seemeilen trennen die salentinische Küste Italiens im Western von den Ufern Albaniens im Osten. Was geographisch (und in den vergangenen Jahrzehnten politisch) trennt, überbrücken die Musiker mit ihrer eigenen “Musik der Welt”, die im übrigen mit jeder Menge Jazz-Einflüssen versehen ist. Musikalisch vereint die beiden Regionen beidseits des langen, schlanken Meeres manches, was Adria in der Musik auch aufgreift. Da sind die Rhythmen, die sofort ins Blut gehen und sich wellenförmig ausbreiten. Harmonien, die sich – scheinbar endlos wiederholend, doch variantenreich – in immer neuen Facetten entfalten. Wie Wellen rauschten die phantasievollen Klangbilder über die Stuhlreihen, atemberaubend angetrieben von den Klängen, die Claudio Prima seinem Akkordeon entlockt. Neben dem Akkordeon zählt das Cello zu den prägenden Instrumenten der salentinischen wie der albanischen Musiktradition. Redi Hasa ruht gelassen dahinter und entlockt ihm immer neue Klangnuancen. Einen Hauch östlicher Ferne und die Weite des Meeres vermittelt Emanuele Coluccia mit Sopran- und Tenorsaxophon, lässt seine Laute mit denen von Akkordeon und Cello auf einer Welle davontragen. Eine Stimme, so wechselhaft wie das adriatische Meer selbst, rundet das Klangbild des Ensembles ab. Maria Mazzottas Gesang führt die Musiktraditionen beider Volksgruppen, deren Sprachen so unterschiedlich sind, zusammen. Mal rau und sonor, mal flehend und voll Tragik kommt ihre außergewöhnliche Stimme zwischen Tradition und Moderne zum Tragen. Moulinette heißt eines der Stücke, erklärt Prima. Dass das französische Wort ein Küchengerät bezeichnet, hätten sie erst erfahren, als das Stück schon lange so hieß. Doch wie die Moulinette wirbeln die vier die Töne durcheinander, jagen sich gegenseitig zu immer schnelleren Tempi…. Mit ihrem üppigen, mannigfaltig vibrierenden Klangwelten berauschten die vier Musiker in Lich und überschwemmten den Kinosaal mit einer zart-bitteren Woge mediterraner Lebenslust. (dw, 15.09.12)

Italienisches Quartett „Adria“ musiziert im Rahmen der „Sommermusikwelten” im Licher Traumstern

LICH. ...................... Am Donnerstag startete die poetisch betitelte Reihe mit der italienischen Formation „Adria“. Das Quartett sorgte mit seiner dynamischen, italienisch geprägten und dabei weitgehend homogenisierten Weltmusik für beste Stimmung beim Publikum. Schon zum sechsten Mal, konnte sich Peter Damm vom Organisationsteam freuen, läuft die Reihe in Lich an - ein klarer Erfolg. Und zunächst schien auch alles in Butter. Die Band mit Redi Hasa (elektrisches Cello), Maria Mazzotta (Gesang), Claudio Prima (Akkordeon) und Emanuele Coluccia (Saxofon) lässt zum Auftakt einen ganz ruhigen, schönen, vom Akkordeon bestimmten Klangstrom langsam anwachsen und wieder verklingen, sehr ästhetisch. Die weiteren Stücke folgen zumeist einer ähnlichen Dramaturgie, indem sie langsam beginnen, sich dann in Tempo und Intensität steigern, um dann auf einen musikalischen Schlag zu enden. Gelegentlich werden jazzige Elemente eingestreut, und etwa in „Moulinette“ setzen kleine Breaks besondere dramaturgische Akzente. Nicht selten kommen arabische oder andere exotische Klänge zum Einsatz, sehr kundig gemacht, wie überhaupt die Kompetenz der Musiker umfassend genannt werden kann. Ob Hasa sein Cello wie einen Bass zupft, Prima das Akkordeon als Perkussionsinstrument umnutzt oder Coluccia die Klappen seines Instruments rhythmisch betätigt, wenn er nicht gerade eine Harmonie zur Stimme beisteuert - es ist ein abwechslungsreicher Sound. Dazu passt die raue, eher laute als schöne Stimme der Sängerin Maria Mazzotta nicht immer. Sie bringt in den von ihr gesungenen Titeln konsequent die italienische Note ins Geschehen - sehr temperamentvoll, authentisch, intensiv. Allerdings ist ihre Stimme auch zu weit vorn abgemischt. Nur in „Canto“, einem leiseren, lyrischen Titel, den die Band erst kürzlich schrieb, hört man einen fast getragenen, lyrischeren Gesang und dazu eine vorzüglich gestaltete Klanggeschlossenheit. Im ersten Titel nach der Pause, einem würzigen Stilverschnitt, wird die Struktur fast freejazzig zerlegt, bevor sie zum gemeinsamen Schluss wieder zusammengesetzt wird, was auch sonst perfekt klappt...(Giessener Anzeiger, Heiner Schultz 15.09.12)

“Wir waren bei ihrem ersten Konzert auf deutschem Boden – 2009 im Kulturfenster – hingerissen. Tolle Kompositionen, ein unfassbar gespieltes Akkordeon und eine zu tiefst berührende Stimme. Man wird fortgerissen aus dem Alltag und landet mitten im adriatischen Meer. Tage und gar Wochen danach wird man sich wieder und wieder an dieses Gefühl erinnern.”(Roger Back - Ueltzhöfer, Kulturfenster e.V., Heidelberg, Juli 11)

Nur 70 km über die Adria ist Albanien entfernt. Das Quintett aus Apulien tourt im Herbst 2010 mit seinem Ethnojazz, der die beiden Kulturen vereint, durch Deutschland. Das Album ist noch nicht im Handel, verspricht aber ein Liveerlebnis mit einer schönen Frauenstimme und kreativen Saxofon-, Akkordeon-, Cello- und Perkussionseinlagen. (Folker 02/10)

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Penelope
ogni goccia

Hier können Sie den Livemitschnitt von WDR 3 vom Nov. 13 anhören und weitere Informationen abrufen.

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